Seit sechs Jahren ist der Zugang zum U-Bahnhof Hermannplatz in Berlin-Neukölln gesperrt. Die Bauarbeiten ziehen sich immer weiter hin, und nun hat die BVG einen neuen Termin für die Wiedereröffnung genannt. Eigentlich sollten Reisende den Eingang bereits ab Juni 2026 wieder nutzen können, doch daraus wird nichts. Wie der „Tagesspiegel“ berichtet, teilte die BVG mit, dass der Ein- und Ausgang nun voraussichtlich ab dem 20. September wieder zur Verfügung stehen wird.
Seit August 2020 gesperrt
Die Treppe, die direkt zu den Bahnsteigen der Linie U8 führt, ist seit August 2020 für die „denkmalgerechte Instandsetzung“ geschlossen. Ursprünglich war eine Bauzeit von ein bis zwei Jahren vorgesehen. Doch immer wieder kam es zu Verzögerungen. Die BVG begründet die „zeitlichen Anpassungen“ damit, dass die Bauarbeiten im Bestand stattfinden. Das bedeutet, dass notwendige Arbeiten erst während der Bauphase sichtbar werden. „Die Planung wird daher fortlaufend auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse konkretisiert“, erklärte die BVG gegenüber dem „Tagesspiegel“.
Denkmalschutz als Zeitfaktor
Ein weiterer Grund für die Verzögerungen ist der Denkmalschutz. Viele Arbeitsschritte im Bahnhof müssen mit der zuständigen Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Dies erfordert zusätzliche Zeit und sorgt dafür, dass die Bauarbeiten nicht wie ursprünglich geplant abgeschlossen werden können. Die BVG versicherte jedoch, dass am U-Bahnhof Hermannplatz tatsächlich gebaut wird. Die Arbeiten finden demnach bei laufendem Betrieb und nachts statt.
Für Pendler bleibt die Hoffnung, dass der Zugang nun endlich im September fertiggestellt wird. Bis dahin müssen sie weiterhin die anderen Eingänge des U-Bahnhofs nutzen. Die Dauerbaustelle ist ein weiteres Beispiel für die vielen Sanierungsfälle in Berlin, die sich über Jahre hinziehen.



