Rader Hochbrücke: 118 Meter langes Mittelstück verladen – Lückenschluss in der Nacht
Rader Hochbrücke: Mittelstück verladen – Lückenschluss ansteht

Ein entscheidender Schritt beim Bau der neuen Rader Hochbrücke ist geschafft: Am Vormittag wurde das 118 Meter lange Mittelstück auf einen Spezial-Ponton verladen. Das Brückenteil wurde im Rendsburger Kanalhafen gefertigt, wie Projektleiter Martin Steinkühler von der bundeseigenen Projektmanagementgesellschaft Deges mitteilte.

Herausforderndes Verladen auf den Ponton

Vorsichtig wurde das 1.250 Tonnen schwere Mittelstück über eine Rampe auf den im Kanal schwimmenden Ponton gefahren. „Das Beladen eines Pontons ist herausfordernd“, sagte Steinkühler. Die Präzisionsarbeit erforderte höchste Konzentration, um das tonnenschwere Bauteil sicher zu positionieren.

In der Nacht zum Donnerstag soll der Lückenschluss der neuen Rader Hochbrücke der Autobahn 7 über den Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg erfolgen. Dann wollen Experten das Mittelstück der ersten Brückenhälfte mit Hilfe von Schwerlast-Krähnen vom Ponton anheben und in 50 Metern Höhe einsetzen.

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Zeitplan für Verkehrsfreigabe und Abriss

Ende des Jahres sollen die ersten Autos über die neue Brücke rollen. Wenn wie geplant dann der Verkehr auf die neue Brückenhälfte umgeleitet wird, soll der Abriss der alten Brücke beginnen. 2028 soll an gleicher Stelle mit dem Bau der zweiten Brücke begonnen werden – direkt neben der dann bereits genutzten ersten Brückenhälfte.

Die Rader Hochbrücke führt die A7 östlich von Rendsburg über den Nord-Ostsee-Kanal und die Borgstedter Enge. Das knapp 1.500 Meter lange Bauwerk wurde 1972 für den Straßenverkehr freigegeben. Der Neubau ist notwendig geworden, da die alte Brücke den heutigen Verkehrsanforderungen nicht mehr genügt.

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