Ab Freitag sind alle Züge der Linie RE1 zwischen Berlin-Ostbahnhof und Frankfurt (Oder) eingestellt. Die Sperrung soll bis zum Morgen des 15. August andauern, wie die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH (Odeg) mitteilte. Grund sind Bauarbeiten der Deutschen Bahn. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) pocht auf die Einhaltung der angekündigten Fristen.
Minister fordert Einhaltung der Fristen
„Wichtig ist mir, dass die angekündigten rund drei Wochen eingehalten werden und ODEG und Deutsche Bahn die Reisenden gut über Fahrplanänderungen und Ersatzverkehre informieren“, sagte Crumbach. „Das werde ich genau beobachten.“ Die Sperrung sei eine Folge der laufenden Modernisierung der Strecke und der Arbeiten am Bahnhof Köpenick und Fangschleuse, erklärte der Minister. „Solche Bauphasen sind anstrengend für die Fahrgäste.“ Sie schafften aber die Voraussetzung dafür, dass die Verbindung künftig leistungsfähiger und zuverlässiger werde.
RE1-Verbindung als Sorgenkind
Die RE1-Verbindung gilt als Sorgenkind im Brandenburger Nahverkehr. Es kam zuletzt zu häufigen Zugausfällen und Verspätungen. In diesem Jahr seien bis April bereits 13 Prozent der Verbindungen durch Baustellen ausgefallen, sagte Odeg-Geschäftsführer Lars Gehrke in Berlin. Die Odeg verweist häufig auf Probleme bei der Baustellenplanung durch die Deutsche Bahn. Darüber hinaus soll es ab 2029 erneut zu erheblichen Einschränkungen wegen Baumaßnahmen der Deutschen Bahn kommen.
Bahnsteigverlängerungen und Ersatzverkehr
Im Vordergrund der Bauarbeiten stünden derzeit Bahnsteigverlängerungen und Anpassungen für längere Züge, damit die Linie den Andrang besser auffangen könne, so Crumbach. Zwischen den Bahnhöfen besteht laut Odeg ein Ersatzverkehr mit Bussen. Einige der Busse fahren alle Stationen via Landstraße ab. Andere Expressbusse lassen kleinere Ortschaften aus und fahren teilweise über die Autobahn. Dennoch müssen sich Pendler auf deutlich längere Fahrzeiten einstellen.



