Rekordjahr für Zoll am BER: 662.000 Kontrollen und 9200 Verstöße
Rekordjahr für Zoll am BER: 662.000 Kontrollen

Der Zoll am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat im Jahr 2025 mit rund 662.000 kontrollierten Gepäckstücken, Passagieren und Frachtobjekten einen neuen Rekord aufgestellt. Das sind 32,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der festgestellten Verstöße stieg ebenfalls um etwa 21 Prozent auf über 9200 Fälle. Allerdings sank die Verstoßquote von 1,57 Prozent im Jahr 2023 auf 1,4 Prozent im Jahr 2025, was auf die deutlich gestiegene Kontrolldichte zurückzuführen ist. Diese Zahlen gehen aus einer Auswertung des Hauptzollamts Potsdam hervor, über die der RBB berichtete.

Hauptfund: Unverzollte Tabakwaren und Drogen

Den Großteil der Verstöße machten unverzollte Tabakwaren aus. Bei den Drogenfunden verzeichnete der Zoll einen Rückgang der Einzelfälle von 731 im Jahr 2023 über 471 im Jahr 2024 auf 426 im Jahr 2025 – trotz deutlich mehr Kontrollen. Die gefundenen Mengen pro Fall waren jedoch größer. Die häufigsten Drogen waren Cannabis (141 Kilogramm), Khat (598 Kilogramm) und Amphetamine (2144 Gramm). Hinzu kamen Kokain (1488 Gramm), Heroin und Crystal (172 Gramm).

Großfunde bei Khat und Cannabis

Bei der Pflanzendroge Khat gab es zwei Großfunde mit 20 und 50 Kilogramm. Üblicherweise werden in einer Sitzung etwa 100 bis 200 Gramm der Blätter gekaut, daher waren die beschlagnahmten Mengen mit Abstand am höchsten. Bei Cannabis wurden 141 Kilogramm sichergestellt, verglichen mit vier bis zehn Kilogramm in den Vorjahren. Im April 2025 erschnüffelte eine Zollhündin 68 Kilogramm Cannabis im Gepäck zweier Fluggäste – der größte Cannabis-Fund in der Geschichte des BER. Heroin wurde einmal in einer Menge von rund fünf Kilogramm entdeckt.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Barmittel und Artenschutzverstöße

Bei Kontrollen von Barmitteln wie Geld oder Schmuck verzeichnete der Zoll in den vergangenen drei Jahren Verstöße im hohen dreistelligen Bereich. Der höchste Einzelfund 2025 belief sich auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Auch Artenschutzverstöße nahmen zu: 61 Fälle im Jahr 2023, 78 im Jahr 2024 und 88 im Jahr 2025. Am häufigsten fanden die Beamten Korallen und Kaviar. Fast alle Artenschutzverstöße wurden als Ordnungswidrigkeit geahndet; nur in einem kleinen Teil der Fälle leitete der Zoll ein Strafverfahren ein.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration