In Tschechien hat die Modernisierung der Bahnstrecke zwischen Pilsen (Plzeň) und der bayerischen Grenze bei Furth im Wald begonnen. Der erste Bauabschnitt umfasst eine 12,3 Kilometer lange Strecke zwischen der Bier- und Industriestadt Pilsen und der Gemeinde Chotěšov. Dies gab die staatliche Eisenbahnverwaltung bekannt.
Wichtige Verbindung für Fernreisende und Pendler
Die Bahnlinie wird elektrifiziert, und zwei Bahnhöfe sowie ein Haltepunkt werden modernisiert. Die Arbeiten sollen etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. „Wir halten Wort und modernisieren die Strecken, bei denen es am sinnvollsten ist“, erklärte Tschechiens Verkehrsminister Ivan Bednarík. Die Verbindung zwischen Pilsen und Domažlice dient nicht nur dem Fernverkehr nach Bayern, sondern wird auch von vielen Pendlern in der Region genutzt.
Investitionen und EU-Förderung
Um auch schwere Güterzüge versorgen zu können, wird in Pilsen ein neues Umspannwerk zur Stromversorgung errichtet. Die Installation des Zugbeeinflussungssystems ETCS soll einen sicheren Bahnbetrieb gewährleisten. Die Gesamtkosten für diesen ersten Abschnitt belaufen sich auf umgerechnet rund 18,5 Millionen Euro. Ein Teil davon wird durch EU-Fördergelder gedeckt. Für die weiteren Etappen bis zur deutschen Grenze bei Domažlice werden derzeit die Dokumente für die Baugenehmigung erstellt. Mit der Fertigstellung der Gesamtstrecke wird in den 2030er Jahren gerechnet.
Der Ausbau ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Schieneninfrastruktur zwischen Tschechien und Bayern. Die Elektrifizierung ermöglicht schnellere und umweltfreundlichere Verbindungen sowohl für den Personen- als auch für den Güterverkehr. Pendler und Reisende können sich auf kürzere Reisezeiten und mehr Komfort freuen. Die Investition unterstreicht die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Verkehrssektor.



