TU Berlin: Hitze zwingt Rechenzentren zum Abschalten – Sanierungsfall
TU Berlin: Extreme Hitze gefährdet Rechenzentren

Notabschaltung wegen Überhitzung

Die Technische Universität Berlin hat am vergangenen Wochenende aufgrund extremer Hitze vorsorglich die Stromversorgung für zentrale Computersysteme unterbrochen. Die Rekordtemperaturen in der Hauptstadt hätten „bestehende infrastrukturelle Herausforderungen deutlich sichtbar gemacht“, heißt es in einer internen E-Mail, die dem Tagesspiegel vorliegt. Die Kühlung der Rechenzentren sei an ihre Grenzen gestoßen, sodass ein Weiterbetrieb ohne Risiko von Hardwareschäden nicht möglich gewesen sei.

Marode Gebäude und veraltete Technik

Die TU Berlin kämpft seit Jahren mit einem Sanierungsstau. Neben heruntergekommenen Hörsälen und Büros betrifft dies auch die Dateninfrastruktur. Die Rechenzentren sind in alten Gebäuden untergebracht, deren Klimatisierung nicht für derartige Hitzewellen ausgelegt ist. „Die Vorfälle zeigen, dass wir dringend in moderne Kühltechnik und eine bessere Gebäudeisolierung investieren müssen“, so ein Sprecher der Universität. Konkrete Zahlen zu den Kosten der notwendigen Sanierungen nannte er nicht.

Auswirkungen auf Forschung und Lehre

Die Abschaltungen hatten unmittelbare Folgen für den Betrieb: Einige Forschungsprojekte, die auf die Rechenleistung angewiesen sind, mussten pausieren. Auch die IT-Dienste für Studierende und Lehrende waren zeitweise eingeschränkt. Die TU versicherte jedoch, dass keine Daten verloren gegangen seien. „Wir haben rechtzeitig reagiert und die Systeme kontrolliert heruntergefahren“, so der Sprecher. Die genaue Dauer der Beeinträchtigungen sei noch nicht abschließend erfasst.

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Hitzewellen als wachsendes Problem für Hochschulen

Die Berliner Rekordhitze ist kein Einzelfall: Klimaforscher erwarten, dass extreme Temperaturen in Zukunft häufiger auftreten. Dies stellt viele Hochschulen vor Herausforderungen, deren technische Infrastruktur oft nicht auf solche Bedingungen ausgelegt ist. Die TU Berlin plant nun, ihre Kühlsysteme zu modernisieren und die Notfallpläne zu überarbeiten. „Wir müssen uns auf häufigere Hitzewellen einstellen“, betonte der Sprecher.

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