Feuerwehr Groß Polzin im Dauereinsatz: Hochwasser und mutmaßliche Brandstiftung fordern alle Kräfte
Die Feuerwehr in Groß Polzin erlebte am vergangenen Wochenende einen besonders anspruchsvollen Einsatz, der die Einsatzkräfte an ihre Grenzen brachte. Nach intensivem Tauwetter und anhaltenden Regenfällen mussten die Feuerwehrleute zunächst gegen die anschwellenden Wassermassen in der Gemeinde ankämpfen, bevor ein weiterer Alarm sie zu einem Brand auf dem örtlichen Bauhof rief.
Hochwasserlage nach Tauwetter bindet Feuerwehrressourcen
Wie zahlreiche Feuerwehren in der gesamten Region war auch die Einheit aus Groß Polzin am Samstag und Sonntag vollständig mit der Bewältigung der Hochwassersituation beschäftigt. Die Einsätze begannen am Samstag in Klein Polzin, wo die Wassermassen erste Probleme verursachten. Am Sonntag weiteten sich die Einsätze dann auf Quilow und schließlich auch auf Groß Polzin selbst aus, wo mit leistungsstarken Pumpen versucht wurde, die Fluten unter Kontrolle zu bringen.
Brandalarm auf dem Bauhof: Verdacht auf wiederholte Brandstiftung
Mitten in diesen anstrengenden Hochwassereinsätzen erreichte die Feuerwehr dann eine weitere Alarmmeldung, die zunächst für Verwirrung sorgte. Wehrführer Robert Volkmann gab zu, im ersten Moment an einen Fehler der Leitstelle gedacht zu haben. Doch leider bestätigte sich der Alarm: In einer der leerstehenden Baracken auf dem örtlichen Bauhof war erneut ein Feuer ausgebrochen.
Dies ist bereits das wiederholte Mal, dass es auf dem Gelände zu Bränden kommt, und alle Indizien deuten erneut auf mutwillige Brandstiftung hin. Die Feuerwehr konnte das Feuer zwar schnell unter Kontrolle bringen und löschen, doch der psychologische Schaden wiegt schwerer als der materielle. Wehrführer Volkmann schätzt den Sachschaden auf lediglich etwa 500 Euro.
Ermittlungen der Polizei bisher ohne Ergebnis
Was bleibt, ist ein beunruhigendes Gefühl bei den Einsatzkräften und der Gemeinde. Schon in der Vergangenheit hatte es in Groß Polzin mehrfach Brände gegeben, bei denen Brandstiftung vermutet wurde. Die polizeilichen Ermittlungen zu den aktuellen und früheren Vorfällen haben bislang noch keinen Täter identifizieren können. Die Feuerwehr muss nun weiterhin wachsam bleiben, während sie gleichzeitig mit den Nachwirkungen des Hochwassers zu kämpfen hat.
Die Doppelbelastung durch Naturgewalten und mutmaßliche kriminelle Handlungen stellt eine enorme Herausforderung für die ehrenamtlichen Kräfte dar, die in der Region unverzichtbare Dienste leisten.



