Polizei mit Großaufgebot in Dresden: Sicherung von Gedenkveranstaltungen und Protesten
Am Freitag und Samstag steht die Polizei in Dresden im Großeinsatz, um die zahlreichen Veranstaltungen rund um den 81. Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg abzusichern. Obwohl es sich nicht um einen runden Jahrestag handelt, sind mehrere Versammlungen angemeldet, darunter rechte Aufmärsche, eine Menschenkette und Gegenproteste. Polizeipräsident Lutz Rodig betonte laut einer Mitteilung, dass die Lage bei Weitem nicht so angespannt sei wie im Vorjahr, dennoch sei ein umfangreicher Einsatz erforderlich.
Schwerpunkt am Freitag: Neumarkt und Altmarkt
Am Freitag liegt der Einsatzschwerpunkt tagsüber auf dem Neumarkt und am Dr.-Külz-Ring am Rande der Altstadt, wo mehrere Versammlungen des rechten Spektrums angemeldet wurden. Ab etwa 17.00 Uhr verlagert sich das Geschehen auf den Altmarkt, von dem aus sich wie in den Vorjahren eine Menschenkette bildet, die ein Zeichen gegen rechtsextreme Instrumentalisierung setzt. Die Polizei rät Teilnehmern, mehr Zeit für die Anreise einzuplanen, da mit erheblichen Verkehrseinschränkungen in der Innenstadt zu rechnen ist.
Dynamische Lage am Samstag: Bahnhof Dresden-Mitte im Fokus
Für den Samstag bereitet sich die Polizei auf eine dynamische Versammlungslage vor. Im Mittelpunkt steht der Bereich um den Bahnhof Dresden-Mitte, wo die rechtsextreme Szene einen Aufmarsch plant. Zwischen 14.00 und 19.00 Uhr kann es dort zu Verkehrseinschränkungen kommen. Zudem rechnet die Polizei aufgrund von Erfahrungen aus vorherigen Jahren mit spontanen Versammlungen, die zeitlich und örtlich nicht vorhersehbar sind. Polizeipräsident Rodig erklärte, dass friedlichen und gewaltfreien Versammlungen Gegenprotest in Hör- und Sichtweite gewährt werde, während gegenüber Störern konsequent und mit einer niedrigen Einschreitschwelle vorgegangen werde.
Umfangreiche Maßnahmen und Unterstützung
Mehrere Parkplätze im Zentrum sind an beiden Tagen gesperrt, und weitere vorübergehende Verkehrseinschränkungen sind je nach Versammlungslage zu erwarten. Mehr als 30 Polizisten werden den Verkehr regulieren. Zudem ist das Fliegen von Drohnen verboten. Die Dresdner Polizei erhält Unterstützung von der sächsischen Bereitschaftspolizei, der Bundespolizei sowie aus Brandenburg, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein, um die Sicherheit während der Veranstaltungen zu gewährleisten.



