Australisches Behördenversagen: Pflegekinder lebten monatelang mit verurteilter Mörderin
Australien: Pflegekinder mit Mörderin – Behörden versagten

Australisches Behördenversagen: Pflegekinder lebten monatelang mit verurteilter Mörderin zusammen

In Australien hat ein schwerwiegendes Versagen der Behörden dazu geführt, dass zwei schutzbedürftige Pflegekinder über mehrere Monate hinweg mit einer verurteilten Mörderin unter einem Dach lebten. Die zuständigen Stellen wurden bereits Ende Dezember auf die gefährliche Situation aufmerksam gemacht, doch erst nach einem öffentlichen Radiobericht am 11. März 2026 ergriffen sie Maßnahmen. Familienministerin Kate Washington aus New South Wales entschuldigte sich öffentlich für diesen unhaltbaren Zustand.

Radiobericht löst späte Reaktion aus

Laut Medienberichten, unter anderem vom Guardian und News.com.au, zog die 78-jährige trans Frau Regina Arthurell bei einer Seniorin ein, die für die Betreuung der beiden Pflegekinder im Alter von zwölf und vierzehn Jahren verantwortlich war. Die Tochter der Seniorin alarmierte den Radiosender 2GB, der am 9. März über den Fall berichtete. Erst zwei Tage später, am 11. März, wurde Arthurell aus dem Haus entfernt. Familienministerin Washington erklärte in einer Radiosendung: "Es ist vollkommen inakzeptabel, dass ein schutzbedürftiges Kind, das sich in staatlicher Obhut befindet, mit einer dreifachen Killerin zusammenlebt. Das hätte niemals passieren dürfen, und ich entschuldige mich zutiefst für das, was geschehen ist."

Behörden wussten frühzeitig Bescheid

Die Behörden waren bereits Ende Dezember 2025 über die Situation informiert, trafen jedoch laut Washington "sehr schlechte Entscheidungen". Um die Privatsphäre der Kinder zu schützen, könne sie keine weiteren Details nennen, betonte aber, dass "hier etwas schrecklich schiefgelaufen ist". Sie versicherte, dass die verurteilte Mörderin nicht mehr bei den Kindern wohnt, und kündigte weitere Untersuchungen an, um die Umstände aufzuklären.

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Hintergrund der verurteilten Mörderin

Regina Arthurell, früher als Reginald bekannt, wurde wegen mehrerer Gewaltverbrechen verurteilt:

  • Totschlags ihres Stiefvaters im Jahr 1974
  • Totschlags eines 19-Jährigen bei einem Raubüberfall 1981
  • Mordes des ehemaligen Partners 1995
Insgesamt verbüßte sie eine 24-jährige Haftstrafe, während der sie begann, sich als Frau zu identifizieren. 2020 wurde sie aus dem Gefängnis entlassen. Eine erweiterte Überwachungsanordnung lief Ende 2024 aus und wurde nicht verlängert, was nun Teil der weiteren Ermittlungen sein wird. Ein Richter des Obersten Gerichtshofs hatte 2021 festgestellt, dass Arthurell sich zwar um Resozialisierung bemüht, aber eine "Neigung, das Leben ihrer Mitmenschen gewaltsam zu beenden" aufweist.

Dieser Fall wirft ernste Fragen zum Kinderschutz und zur Effektivität behördlicher Überwachung in Australien auf, insbesondere im Umgang mit straffällig gewordenen Personen in Pflegeumgebungen.

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