Sachsen-Anhalt: Über 4.000 Nachbarschaftshelfer stärken Pflege und Gemeinschaft
In Sachsen-Anhalt haben sich bereits mehr als 4.000 Privatpersonen als Nachbarschaftshelfer registrieren lassen. Diese engagierten Bürger unterstützen Pflegebedürftige in ihrem Umfeld bei alltäglichen Aufgaben und tragen so maßgeblich zu einer besseren Lebensqualität bei.
Unterstützung im Alltag für mehr Selbstständigkeit
Die Nachbarschaftshelfer übernehmen vielfältige Aufgaben, die Pflegebedürftigen das Leben erleichtern. Dazu gehören:
- Einkäufe erledigen
- Begleitung zu Arztterminen
- Gemeinsame Ausflüge unternehmen
- Alltägliche Hilfestellungen im Haushalt
Durch diese Unterstützung können viele Senioren und Pflegebedürftige länger in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und am sozialen Leben teilhaben.
Ministerin würdigt ehrenamtliches Engagement
Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hat das Engagement der Nachbarschaftshelfer ausdrücklich gewürdigt. „Das Engagement aller Nachbarschaftshelfenden ist ein unverzichtbarer Beitrag für ein solidarisches Miteinander und für eine zukunftsfähige Pflege in unserem Land“, betonte die Ministerin. Sie dankte insbesondere Anne Kinzel aus der Gemeinde Petersberg im Saalekreis, die als 4.000. Helferin registriert wurde.
Grimm-Benne unterstrich: „Mit ihrer Unterstützung können Pflegebedürftige besser am sozialen Leben teilhaben und länger in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben.“
Strukturierte Unterstützung durch Servicepunkte
Das Nachbarschaftshelfer-Projekt wurde im Jahr 2023 ins Leben gerufen und läuft vorerst bis Ende dieses Jahres. Mittlerweile gibt es in Sachsen-Anhalt 18 Servicepunkte, die in fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten vertreten sind. Diese Einrichtungen bieten:
- Beratung für Interessierte
- Fachliche Schulungen
- Unterstützung bei der Registrierung
Für ihren Einsatz erhalten die Helfer eine monatliche Aufwandsentschädigung von 131 Euro, die über die zuständige Pflegekasse ausgezahlt wird. Die Gesellschaft für Prävention im Alter (PiA) trägt das Projekt und führt die notwendigen Schulungen durch.
Zukunftsperspektiven für die Pflege
Das Nachbarschaftshelfer-Modell zeigt, wie bürgerschaftliches Engagement die professionelle Pflege sinnvoll ergänzen kann. Durch die niedrigschwelligen Hilfsangebote entsteht ein tragfähiges Netzwerk, das nicht nur die Pflegebedürftigen entlastet, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl in den Kommunen stärkt.
Die positive Resonanz und die stetig wachsende Zahl an Helfern unterstreichen den Bedarf an solchen Unterstützungsangeboten. Sie machen deutlich, dass solidarische Nachbarschaftshilfe ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Pflege in Sachsen-Anhalt sein kann.



