Prenzlau vor erneuten Großbaustellen: Einschränkungen ab April erwartet
Die Bewohner von Prenzlau können nach den zweijährigen Bauarbeiten in der Steinstraße nur kurz durchatmen. Schon jetzt werfen die nächsten Großprojekte in der Innenstadt ihre Schatten voraus. Ab April stehen umfangreiche Baumaßnahmen in der Heinrich-Heine-Straße sowie Fernwärmeerschließungsarbeiten am Marktberg an. Die bereits erfolgten Baumfällungen parallel zur B109 deuten auf die bevorstehenden Einschnitte hin.
Anwohner sorgen sich um Erreichbarkeit und Parkplätze
Viele Anwohner äußern bereits jetzt Bedenken bezüglich der Erreichbarkeit ihrer Hauseingänge und der Parksituation während der Bauphase. Die Stadt Prenzlau reagiert darauf mit einer speziellen Anwohnerversammlung am Dienstag, dem 17. Februar, ab 17 Uhr in der Aula des Scherpf-Gymnasiums am Seeweg. Dort werden Vertreter des Fachamtes der Stadt und der Stadtwerke Prenzlau ein detailliertes Umleitungskonzept sowie Planungen zur Grundstückserreichbarkeit vorstellen.
Alle offenen Fragen der betroffenen Bürger sollen an diesem Abend beantwortet werden, wie Stadt-Pressesprecherin Alexandra Martinot betont. Die Versammlung findet in der ehemaligen Blumenhalle statt und bietet direkten Austausch zwischen Behörden und Anwohnern.
Umfang der Bauarbeiten und Zeitplan
Die Bauarbeiten umfassen zwei Hauptbereiche: Zum einen den grundhaften Ausbau der Heinrich-Heine-Straße, zum anderen die Fernwärmeerschließung an den Hausaufgängen Marktberg 2 bis 21. Die Stadtwerke Prenzlau nutzen die Gelegenheit, um im Zuge der Straßenbauarbeiten weitere Leitungen zu verlegen oder zu erneuern.
Die Ausschreibung der Bauleistungen für die Heinrich-Heine-Straße läuft bereits. Der genaue Baubeginn ist witterungsabhängig und wird laut Fachamt nicht vor April erwartet. Die Arbeiten am Geh- und Radweg vor den Marktberg-Häusern stehen in direktem Zusammenhang mit der Fernwärmeerschließung.
Weitere Baustelle in der Güstower Straße geplant
Parallel dazu könnten bereits im März die Arbeiten in der Güstower Straße starten. Dieser etwa 480 Meter lange Abschnitt zwischen der Höhe „Draußenmühle“ und dem Erika-Kliemann-Weg war ursprünglich für Juni 2025, dann für November 2025 vorgesehen. Unvorhersehbare Probleme im Baugrund hatten zu Verzögerungen und einer Neuausschreibung geführt.
Der Abschnitt führt zum Parkplatz des Restaurants „Kreta“ und zum Tierheim und soll ebenfalls unter abschnittsweiser Vollsperrung ausgebaut werden. Diese Maßnahme betrifft somit zusätzliche Verkehrsteilnehmer und Anlieger in Prenzlau.
Insgesamt stehen der Stadt Prenzlau damit mehrere Monate mit erheblichen Verkehrseinschränkungen bevor. Die Koordination der verschiedenen Baustellen und die Minimierung der Belastungen für Anwohner und Gewerbetreibende werden zur zentralen Herausforderung für die Stadtverwaltung.



