Stiftsberg Quedlinburg nach 30-Millionen-Euro-Sanierung wieder für Besucher geöffnet
Stiftsberg Quedlinburg nach Sanierung wieder geöffnet

Stiftsberg Quedlinburg nach umfassender Sanierung wieder für Besucher geöffnet

Das historische Ensemble auf dem Stiftsberg in Quedlinburg hat nach intensiven Sanierungsarbeiten im Wert von mehr als 30 Millionen Euro seine Tore wieder für die Öffentlichkeit geöffnet. Seit diesem Wochenende können Besucherinnen und Besucher die neu gestalteten Innenhöfe mit ihren frisch sanierten Fassaden, den rekonstruierten Garten mit dem Gartenhaus sowie eine komplett überarbeitete Ausstellung in der Stiftskirche St. Servatii besichtigen.

Sechs Jahre Sanierung für ein Weltkulturerbe

Oberbürgermeister Frank Ruch betonte die Bedeutung der umfangreichen Maßnahmen, die über sechs Jahre hinweg durchgeführt wurden. „Diese Investition in unser kulturelles Erbe war notwendig, um den Stiftsberg für kommende Generationen zu bewahren“, erklärte Ruch. Der Stiftsberg bildet das Herzstück des UNESCO-Weltkulturerbes von Quedlinburg und blickt auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurück.

Historisch gesehen ließ sich hier Heinrich I. (876-936) bestatten, während seine Witwe Königin Mathilde (895-968) gemeinsam mit ihrer Familie ein hochadeliges freiweltliches Damenstift gründete. Über Jahrhunderte hinweg bis 1802 prägten Frauen aus den höchsten Fürstenhäusern dieses Herrschaftszentrum, das zu den einflussreichsten Orten des Reiches zählte. Die Stiftskirche dient bis heute als evangelische Pfarrkirche.

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Neue Ausstellungskonzepte und verbesserte Besucherführung

In der Stiftskirche wurden mehrere innovative Ausstellungsbereiche geschaffen:

  • Themeninseln informieren über Architektur, Gebäudegeschichte und historische Zusammenhänge
  • Der berühmte Domschatz mit prächtigen Reliquiaren und Handschriften wurde neu arrangiert
  • In der Krypta, der Grablege Heinrichs I. und seiner Frau, erklingen nun liturgische Gesänge
  • Dezente Lichtinstallationen und Sitzbänke ermöglichen ein meditatives Raumerlebnis

Besonders bemerkenswert ist die geplante vollständige Öffnung zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Dann wird auch das Schlossmuseum seine Pforten öffnen und erstmals einen gemeinsamen Eingang mit der Stiftskirche teilen. Dies ermöglicht Besuchern einen durchgängigen Rundgang durch das gesamte Ensemble.

Zukunftsweisende Präsentation des kulturellen Erbes

Die Sanierungsmaßnahmen umfassten nicht nur konservatorische Arbeiten an den historischen Gebäuden, sondern auch moderne Präsentationsformen. Die neu gestalteten Fassaden der Stiftsgebäude strahlen in frischem Glanz, während der rekonstruierte Garten mit seinem Gartenhaus einen idyllischen Rückzugsort bietet.

Die Wiedereröffnung des Stiftsbergs markiert einen wichtigen Meilenstein für die Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts und unterstreicht die Bedeutung Quedlinburgs als eine der bedeutendsten Welterbestätten Deutschlands. Die Investition von über 30 Millionen Euro sichert nicht nur den Erhalt dieses einzigartigen Kulturerbes, sondern schafft auch attraktive Angebote für kulturinteressierte Besucher aus aller Welt.

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