Kennedy Center schließt für Jahre: Trump-Direktorium segnet Umbaupläne ab
Kennedy Center schließt: Trump-Gremium segnet Umbau ab

Kennedy Center schließt für Jahre: Trump-Direktorium segnet Umbaupläne ab

Das Direktorium des renommierten Kennedy Centers in Washington hat eine umfassende Schließung des Kulturzentrums für Renovierungsarbeiten beschlossen. Das mit handverlesenen Vertrauten von US-Präsident Donald Trump besetzte Gremium stimmte der Maßnahme am Montag einstimmig zu. Die Schließung wird voraussichtlich zwei Jahre andauern und stellt einen herben Schlag für den Kulturbetrieb in der US-Hauptstadt dar.

Trump setzt seine Pläne durch

US-Präsident Donald Trump hatte bereits im Februar angekündigt, das Kennedy Center für umfangreiche Renovierungsarbeiten ab dem 4. Juli zu schließen. Das Direktorium, das mittlerweile mit loyalen Anhängern des Präsidenten besetzt ist, hat diesen Plan nun offiziell abgenickt. Die Entscheidung markiert einen weiteren Schritt in der umstrittenen Übernahme der traditionsreichen Kultureinrichtung durch die Trump-Administration.

Seit seinem Amtsantritt im Januar des vergangenen Jahres hat Trump das Kennedy Center massiv verändert:

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  • Er kritisierte die Einrichtung öffentlich als »woke« und besetzte das Direktorium neu.
  • Trump ließ sich selbst zum Vorsitzenden des Gremiums wählen und installierte seinen Gefolgsmann Rick Grenell als Präsidenten – ein Posten, den dieser bereits nach kurzer Zeit wieder verlor.
  • Im Dezember drückte er der Institution seinen Stempel auf: Seitdem trägt sie den Namen »Trump Kennedy Center«.

Künstler und Publikum wenden sich ab

Die Einmischung des Präsidenten hat zu erheblichen Protesten in der Kulturszene geführt. Zahlreiche Künstlerinnen und Künstler haben ihre Auftritte im Kennedy Center abgesagt, darunter der bekannte Komponist Philip Glass, der die Uraufführung seines Werks »Lincoln« über Abraham Lincoln zurückzog. Glass begründete seine Entscheidung damit, dass unter der aktuellen Führung Werte vertreten würden, mit denen er sich nicht arrangieren könne.

Die Auswirkungen sind deutlich spürbar:

  1. Der Kartenverkauf im Kennedy Center ist auf den niedrigsten Stand seit der Pandemie gefallen.
  2. Viele Künstler äußern Unbehagen über die politische Einflussnahme.
  3. Das einst überparteiliche Image der Institution ist nachhaltig beschädigt.

Historischer Hintergrund und aktuelle Entwicklungen

Das Kulturzentrum wurde 1971 eröffnet und nach dem 1963 ermordeten Demokraten John F. Kennedy benannt, der gemeinsam mit seiner Frau zu Lebzeiten Spenden für den Bau gesammelt hatte. Bis vor kurzem galt es als überparteiliche Einrichtung mit jährlich etwa zwei Millionen Besuchern. Die aktuelle Entwicklung stellt eine dramatische Zäsur in der Geschichte des Hauses dar.

Die nun beschlossene zweijährige Schließung wird den Kulturbetrieb in Washington nachhaltig verändern. Während die Renovierungsarbeiten offiziell der Instandhaltung dienen, sehen Beobachter in der Maßnahme auch einen symbolischen Akt der Kontrolle über eine bedeutende kulturelle Institution.

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