Berlinale 2026: Ein glanzvoller Auftakt mit Hollywood-Flair und politischen Botschaften
Nirgendwo in Deutschland ist die Promi-Dichte derzeit höher als in Berlin, denn die Berlinale 2026 hat begonnen. Am Donnerstagabend, dem 12. Februar, verwandelte sich die Hauptstadt in ein Mekka des Films, als zahlreiche Stars den roten Teppich betraten und für ein wahres Blitzlichtgewitter sorgten. Von Hollywood-Größen bis hin zu deutschen Schauspielgrößen – die Eröffnung war ein Schaulaufen der Extraklasse.
Emotionale Momente und politische Statements prägen den Abend
Ein Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Michelle Yeoh, die für ihr Lebenswerk geehrt wurde. Die 63-jährige Schauspielerin, bekannt aus Filmen wie Wicked und Tiger and Dragon, nutzte die Bühne für einen bewegenden Moment. „Bitte gestatten Sie mir diesen einen Moment“, sagte sie, während ihr die Tränen kamen, und erinnerte an ihre Eltern und ihr Vertrauen in sie. 2023 hatte sie für Everything Everywhere All at Once den Oscar gewonnen.
Neben dem Glamour gab es auch politische Akzente. Schauspielerin Jasmin Tabatabai erinnerte mit anderen vor dem Berlinale-Palast an die schwierige Lage im Iran, die sie als „die dunkelste Zeit“ bezeichnete. Iris Berben äußerte sich zur politischen Situation in den USA und betonte die Notwendigkeit von Wachsamkeit und Zusammenhalt. Proteste mit Zitaten der Philosophin Hannah Arendt gegen Faschismus rundeten die politische Dimension des Abends ab.
Extravagante Mode und internationale Gäste
Der rote Teppich war nicht nur Schauplatz für emotionale und politische Momente, sondern auch eine Bühne für extravagante Mode. Prominente wie Lea van Acken mit ihrem auffälligen Strickkleid oder Malick Bauer, der zeigte, dass Männer in der Mode mehr wagen können, sorgten für Gesprächsstoff. Weitere Gäste wie Daniel Brühl, Felicitas Rombold, Matthias Schweighöfer, Ruby O. Fee und der US-Amerikaner Neil Patrick Harris bereicherten den Abend mit ihrer Präsenz.
Eröffnungsfilm und Festivalprogramm
Zur Eröffnung wurde der Film No Good Men der afghanischen Regisseurin Shahrbanoo Sadat gezeigt, der außer Konkurrenz lief. Das Politdrama erzählt die Geschichte einer Kamerafrau in Kabul und reflektiert die Situation in Afghanistan. Sadat, die 2021 aus dem Land evakuiert wurde und nun in Hamburg lebt, brachte damit ein wichtiges Thema auf die Leinwand. Insgesamt konkurrieren 22 Filme um den Goldenen Bären, und das Festival läuft bis zum 22. Februar.
Mit einer Mischung aus Hollywood-Glamour, politischen Statements und künstlerischer Vielfalt hat die Berlinale 2026 einen vielversprechenden Start hingelegt. Fans harrten trotz Regens aus, um ihre Idole zu sehen, und Rapper Soho Bani performte auf dem roten Teppich – ein Abend, der Film, Mode und Politik auf einzigartige Weise verband.



