Hollywood-Drehbuchautor äußert existenzielle Ängste nach KI-generiertem Deepfake-Video
Der etablierte Hollywood-Drehbuchautor Rhett Reese, bekannt für Werke wie „Deadpool & Wolverine“ und die Zombie-Komödie „Zombieland“ aus dem Jahr 2009, zeigt sich nach einem KI-generierten Kurzclip zutiefst besorgt um seine berufliche Zukunft. Auf der Plattform X teilte Reese ein programmiertes Video, das die Hollywood-Stars Tom Cruise (63) und Brad Pitt (62) in einem täuschend echten Faustkampf in einer Trümmerlandschaft zeigt – komplett erstellt durch künstliche Intelligenz auf Basis einer kurzen Anweisung.
„Es ist wahrscheinlich vorbei mit uns“ – Dramatische Warnung eines Brancheninsiders
In einem emotionalen Post schrieb Reese: „Ich sag’s nicht gern. Aber es ist wahrscheinlich vorbei mit uns.“ Der irische Regisseur Ruairi Robinson hatte das Video ursprünglich gepostet und die KI-Erstellung offengelegt. Reese verdeutlichte in einem weiteren Beitrag seine tiefe Besorgnis: „Im Gegenteil – ich habe Angst. So viele Menschen, die ich liebe, stehen vor dem Verlust ihres geliebten Berufs. Ich selbst bin auch gefährdet.“
Die Vision: Filme in Hollywood-Qualität von einer einzelnen Person
Reese malt ein düsteres Zukunftsbild für die Filmindustrie. Er warnt, dass schon bald Filme mit Hollywood-Qualität von einer einzigen Person am Computer erstellt werden könnten. „Klar, wenn diese Person nichts kann, wird auch der Film miserabel sein. Aber wenn sie über das Talent und den Geschmack eines Christopher Nolan verfügt – und so jemand wird bald kommen –, dann wird das Ergebnis überwältigend sein.“ Diese Entwicklung stellt traditionelle kreative Berufe wie Drehbuchautoren fundamental in Frage.
Branchenweite Verunsicherung durch KI-Vordringen in kreative Domänen
Die Sorge von Rhett Reese spiegelt eine wachsende Verunsicherung in der Unterhaltungsindustrie wider. Künstliche Intelligenz dringt zunehmend in Bereiche vor, die bisher menschlicher Kreativität vorbehalten waren. Das täuschend echte Deepfake-Video mit Cruise und Pitt demonstriert eindrucksvoll, wie KI bereits heute in der Lage ist, visuelle Inhalte zu generieren, die kaum noch von realen Aufnahmen zu unterscheiden sind. Diese technologische Entwicklung wirft fundamentale Fragen zur Zukunft kreativer Berufe und zum Schutz geistigen Eigentums auf.



