Potsdamer Künstlerin erhält erste Residenz in Luzern
Erstmals wurde eine Künstlerresidenz in Potsdams Partnerstadt Luzern in der Schweiz vergeben. Die Potsdamer Künstlerin Jenny Alten wurde als erste Stipendiatin für das gemeinsame Residenzprogramm ausgewählt, das die Städte Potsdam und Luzern im Jahr 2025 ins Leben gerufen haben. Von April bis Mitte Juni wird Alten im soziokulturellen Zentrum Neubad in Luzern arbeiten und künstlerisch tätig sein.
Details zum Residenzprogramm und Stipendium
Das Stipendium umfasst eine Reihe von Vergünstigungen und Unterstützungen für die Künstlerin. Dazu gehören die Nutzung einer möblierten Atelierwohnung, ein monatlicher Lebenskostenzuschuss, die freie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in Luzern sowie fachliche und künstlerische Begleitung während des gesamten Aufenthalts. Die Stadt Potsdam beteiligt sich finanziell mit einem Beitrag von 6200 Euro an diesem Programm, das die kulturelle Zusammenarbeit zwischen den Partnerstädten stärken soll.
Jenny Alten: Eine profilierte Künstlerin aus Potsdam
Jenny Alten, geboren 1977 in Berlin, zählt zu den aktivsten und vernetztesten Persönlichkeiten im Kunstbereich der Stadt Potsdam. Sie ist Mitglied im Verein Arifact e. V. und war maßgeblich an mehreren bedeutenden Projekten beteiligt. Unter anderem initiierte sie das Ausstellungsprojekt „speichern“ im Kornsilo Rehbrücke und war eine treibende Kraft hinter der Gruppenausstellung „Enkel:innen“ im Kunsthaus Potsdam im Jahr 2025. Als Künstlerin präsentierte sie ihre Werke in Ausstellungen wie „transporös“ im Kunstraum und ist zudem als Drehbuchautorin tätig.
Auswahlprozess und künstlerische Vision
Aus insgesamt sechs eingegangenen Bewerbungen wählte die Jury Jenny Altens Projekt mit einem klaren Votum aus. Kulturamtschefin Birgit-Katherine Seemann betonte, dass Altens „klare, zugängliche, poetische Installationen“ besonders gelobt wurden. In Luzern plant Alten, das Gebäude des Zentrums Neubad „als Flüssigkeitssystem zu aktivieren“ und „als Ort für Försorge und Genuss zu hinterfragen“. Im Rahmen des Stipendiums sind mehrere öffentliche Formate in Potsdam und Luzern geplant, die den kulturellen Austausch fördern sollen.
Bedeutung für die Städtepartnerschaft
Dieses Residenzprogramm markiert einen wichtigen Schritt in der kulturellen Zusammenarbeit zwischen Potsdam und Luzern. Es bietet nicht nur einer Künstlerin die Möglichkeit, in einer neuen Umgebung zu arbeiten, sondern stärkt auch die bilateralen Beziehungen durch künstlerischen Dialog. Die öffentlichen Veranstaltungen werden dazu beitragen, die Werke von Jenny Alten einem breiteren Publikum zugänglich zu machen und die Verbindung zwischen den beiden Städten zu vertiefen.



