So blüht Ihre Hecke das ganze Jahr über: Tipps für den richtigen Schnitt
Blühende Hecke das ganze Jahr: Tipps zum Schnitt

Eine blühende Hecke ist mehr als nur Sichtschutz. Richtig geplant, sorgt sie vom Vorfrühling bis in den Spätsommer für Farbe im Garten. Entscheidend für eine üppige Blüte ist vor allem der richtige Schnittzeitpunkt.

Einheitlich oder abwechslungsreich?

Eine Blühhecke kann aus nur einer Art bestehen oder verschiedene Sträucher kombinieren. Einheitliche Hecken wirken ruhig und blühen gleichzeitig. Beliebt sind Forsythie, Flieder, Spierstrauch, Blutjohannisbeere oder Hibiskus. Gemischte Hecken blühen dagegen über viele Monate hinweg und bieten Insekten länger Nahrung. Dafür benötigen die einzelnen Arten unterschiedliche Schnitttermine.

Frühblüher direkt nach der Blüte schneiden

Wie myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) erklärt, blühen viele Sträucher wie Forsythie, Blutjohannisbeere oder Weigelie am Holz des Vorjahres. Sie sollten daher unmittelbar nach der Blüte geschnitten werden. So bleibt genügend Zeit, neue Blühtriebe für das nächste Jahr zu bilden.

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Empfohlen wird alle zwei bis drei Jahre ein Auslichtungsschnitt, bei dem die ältesten Triebe bodennah entfernt werden. Wer die Sträucher regelmäßig in Form schneidet, muss allerdings mit weniger Blüten rechnen, weil dabei häufig auch die Knospen entfernt werden. Eine starke Verjüngung erfolgt am besten im Winter.

Zu den typischen Frühblühern zählen Forsythie, Flieder, Blutjohannisbeere, Weigelie, Kolkwitzie, Zierquitte, Bauernjasmin, Ranunkelstrauch und Brautspiere.

Sommerblüher vor dem Austrieb zurückschneiden

Sommerblühende Sträucher wie Sommerflieder, Sommerspiere, Fingerstrauch, Garten-Hibiskus oder Rispenhortensie bilden ihre Blüten an den neuen Trieben desselben Jahres. Sie profitieren von einem jährlichen Rückschnitt im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr. Dadurch wachsen besonders viele Blüten nach.

Nicht jede beliebte Heckenpflanze ist insektenfreundlich

Forsythien blühen zwar auffällig gelb, bieten Insekten jedoch weder Pollen noch Nektar. Als Alternative gilt die Kornelkirsche. Auch Edelflieder liefert Insekten kaum Nahrung und wird als invasiver Neophyt eingestuft. Der Sommerflieder lockt zwar Schmetterlinge an, dient ihren Raupen aber nicht als Futterpflanze und gilt ebenfalls als invasiv.

Heckenschnitt nur im gesetzlichen Rahmen

Zwischen dem 1. März und dem 30. September dürfen Hecken laut Bundesnaturschutzgesetz nicht radikal zurückgeschnitten oder entfernt werden. Erlaubt sind lediglich schonende Pflege- und Formschnitte.

Vor allem bei Frühlingsblühern lohnt sich deshalb vor jedem Schnitt ein Blick auf mögliche Vogelnester im Strauch.

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