Jo-Jo-Diäten schrumpfen Muskeln: Studie zeigt 3,7 % Verlust
Jo-Jo-Diäten lassen Muskeln schrumpfen

Wiederholte Gewichtsschwankungen – bekannt als Jo-Jo-Diäten – können der Muskulatur dauerhaft schaden. Das zeigt eine aktuelle Studie der University of California San Francisco. Menschen, die über Jahre hinweg immer wieder deutlich ab- und zunahmen, verloren deutlich mehr Muskelmasse im Oberschenkel als Personen mit stabilem Gewicht – obwohl sie am Ende ähnlich viel wogen wie zu Beginn.

Weight Cyclers: 3,7 Prozent Muskelverlust in vier Jahren

Sogenannte „Weight Cyclers“ – also Menschen mit wiederholten Gewichtsschwankungen – büßten innerhalb von vier Jahren durchschnittlich 3,7 Prozent ihrer Oberschenkelmuskulatur ein. Bei Personen mit stabilem Gewicht waren es nur rund ein Prozent. Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass der Muskelverlust bei Gewichtsschwankungen deutlich stärker ausfällt.

Für die Untersuchung analysierten die Wissenschaftler Daten von 1.433 Erwachsenen aus der US-Langzeitstudie „Osteoarthritis Initiative“. Die Teilnehmer waren im Durchschnitt 61 Jahre alt und galten insgesamt als gewichtsstabil. Anhand regelmäßiger BMI-Messungen wurden sie in Gruppen mit und ohne ausgeprägte Gewichtsschwankungen eingeteilt.

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Von den 1.433 Teilnehmern wurden 77 als „Weight Cyclers“ eingestuft. Einer der Studienautoren, Thomas Link, erklärt: „Bei Gewichtsschwankungen verlieren die Betroffenen neben dem Fett auch enorm viel Muskelmasse, die sie nicht wieder aufbauen.“

MRT-Aufnahmen zeigen Unterschiede

Anschließend werteten die Forscher MRT-Aufnahmen von Oberschenkel und Knie aus. Ziel war es, Veränderungen von Muskelmasse und Fettverteilung sichtbar zu machen. Dabei zeigte sich: Der Muskelverlust unterschied sich deutlich zwischen den Gruppen. Beim Fettgewebe ergab sich dagegen ein anderes Bild. Zwar nahmen die Fettdepots im Verlauf der Studie insgesamt zu, zwischen Menschen mit und ohne starke Gewichtsschwankungen fanden die Forscher jedoch keine bedeutsamen Unterschiede.

Die Studie umfasst eine große Teilnehmerzahl, eine Beobachtungsdauer von vier Jahren und detaillierte MRT-Daten. Dennoch handelt es sich um eine Beobachtungsstudie. Deshalb lässt sich nicht beweisen, dass die Gewichtsschwankungen den Muskelverlust verursachen. Zudem hatten alle Teilnehmer ein erhöhtes Risiko für Kniearthrose, sodass die Ergebnisse nicht uneingeschränkt auf die gesamte Bevölkerung übertragbar sind.

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