Katzen sind nicht farbenblind: So sehen sie die Welt wirklich
Katzen sind nicht farbenblind: So sehen sie die Welt

Katzen gelten oft als farbenblind – doch das ist ein Irrtum. Tatsächlich können sie Farben unterscheiden, wenn auch anders als Menschen. Studien belegen, dass Katzen mehrere Zapfentypen in der Netzhaut besitzen und daher Farben wahrnehmen, jedoch eingeschränkt.

Katzen sehen Farben – aber anders

Menschen erkennen mit ihren Zapfen die Farben Rot, Grün und Blau. Katzen besitzen ebenfalls drei Zapfentypen, nutzen für das Farbsehen jedoch vor allem zwei davon. Besonders gut erkennen sie Blau sowie Gelb- und Grüntöne, erklärt PETBOOK. Rot- und Orangetöne können sie dagegen nur eingeschränkt unterscheiden. Zudem haben Katzen deutlich weniger Zapfen als Menschen und nehmen insgesamt weniger Farbnuancen wahr.

UV-Licht ist ihr Vorteil

Dafür können Katzen etwas, das uns verborgen bleibt: Sie nehmen ultraviolettes Licht wahr. Eine Studie aus dem Jahr 2014 zeigte, dass UV-Licht für Katzen sichtbar ist. Das könnte Vorteile bei der Orientierung und Jagd bieten. So reflektieren etwa Urin oder Schnee UV-Licht, was für die Tiere wichtige Informationen liefern kann. Außerdem gelangt dadurch mehr Licht auf die Netzhaut – ein Plus für die dämmerungsaktiven Jäger.

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Besser bei Dunkelheit und Bewegung

Katzen sehen bei schwachem Licht deutlich besser als Menschen. Dafür sorgen ihre großen, lichtempfindlichen Pupillen, eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut sowie besonders viele Stäbchen. Diese Sinneszellen sind für die Wahrnehmung von Helligkeit und Bewegungen zuständig. Deshalb erkennen Katzen selbst kleine Bewegungen auch auf große Entfernung.

Größeres Sichtfeld als der Mensch

Ein weiterer Unterschied ist das Sichtfeld. Weil die Augen seitlicher am Kopf sitzen, erfassen Katzen rund 285 Grad ihrer Umgebung. Beim Menschen sind es etwa 210 Grad. Dafür ist der Bereich, in dem Katzen scharf sehen, kleiner. Insgesamt ist ihr Sehsinn optimal an ihre Lebensweise angepasst: weniger Farben, dafür ein besseres Sehen in der Dämmerung, ein größeres Blickfeld und eine besonders gute Wahrnehmung von Bewegungen.

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