Im erbitterten Rechtsstreit um das gemeinsame Weingut Château Miraval hat Brad Pitt (62) einen neuen Vorstoß gewagt: Er fordert vor Gericht die Offenlegung der Einkünfte seiner Ex-Frau Angelina Jolie (51) für die Jahre 2017 bis 2021. Wie das US-Portal „TMZ“ berichtet, will Pitt mit den Finanzunterlagen prüfen, ob Jolies Begründung für den Verkauf ihres 40-Prozent-Anteils an der Weinfirma Nouvel stichhaltig ist. Ein Richter soll Jolie nun verpflichten, ihre Filmverträge, Werbeeinnahmen und Gewinnbeteiligungen offenzulegen.
Hintergrund des Streits: Verkauf an russischen Oligarchen
Das Ehepaar, das von 2005 bis 2016 als „Brangelina“ das Traumpaar Hollywoods war, hatte das Anwesen in der Provence 2008 gepachtet und 2012 für rund 60 Millionen Dollar gekauft. Nach der Trennung 2016 verkaufte Jolie 2021 ihren Anteil an der Nouvel an den russischen Oligarchen Yuri Shefler (58). Pitt hält diesen Deal für ungültig, da er ohne seine Zustimmung und entgegen früherer Vereinbarungen erfolgt sei. Seitdem beschäftigt der Streit die Gerichte, wobei Jolie Pitts Klage abweisen lassen wollte.
Das über 600 Hektar große Anwesen mit Weinbergen, Wäldern, Olivenhainen und einem See gilt als eines der bekanntesten Weingüter Frankreichs. Das Schloss Miraval verfügt über 35 Zimmer, einen Garten mit Springbrunnen, Aquädukte, einen Teich und eine Kapelle – dort heirateten Pitt und Jolie 2014 in privater Zeremonie.
Pitts Anwälte: Jolie widerspricht ihrer eigenen Aussage
Pitt argumentiert, Jolie habe nach der Trennung weiterhin erfolgreich gearbeitet und Millionen verdient. Das widerspreche ihrer Aussage, sie habe ihren Anteil verkauft, um finanziell unabhängig zu werden. Seine Anwälte verlangen deshalb Unterlagen zu Jolies Einkünften zwischen 2017 und 2021, darunter Informationen über ihre Filmgagen, Werbeverträge sowie Gewinnbeteiligungen an Produktionen. In diesem Zeitraum spielte Jolie unter anderem in „Maleficent: Mächte der Finsternis“, Marvels „Eternals“ und „Those Who Wish Me Dead“ mit – Rollen, die ihr Millionen einbrachten.
Pitts Anwälte erklären, Jolie habe zunächst zugesagt, die Unterlagen herauszugeben, ihre Haltung später jedoch geändert und die Herausgabe verweigert. Deshalb fordert Pitt nun, dass ein Richter die Offenlegung anordnet. Jolie weist die Forderung zurück: Sie argumentiert, Pitt habe bereits während des Scheidungsverfahrens, das 2024 rechtskräftig abgeschlossen wurde, umfassenden Einblick in ihre Finanzen erhalten.
Jolie: „Leben von kontrollierendem Ex-Mann lösen“
Laut „TMZ“ bestreitet Jolie, jemals behauptet zu haben, sie habe ihren Anteil aus Geldnot verkauft. Ihr Anwalt erklärte: „Die Frage ist nicht, ob Jolie das Geld brauchte. Es geht darum, dass sie ihr Leben und ihre Finanzen von ihrem kontrollierenden und missbräuchlichen Ex-Mann lösen wollte. Dieser Unterschied ist entscheidend.“ Ihre Anwälte werfen Pitt vor, ihr Worte in den Mund zu legen, die sie nie gesagt habe. Sie sei bereit, bestimmte Finanzunterlagen vorzulegen – nicht jedoch die weitergehenden Dokumente, die Pitt jetzt verlangt.
Ob Jolie nun alle geforderten Unterlagen offenlegen muss, wird das Gericht in Los Angeles entscheiden. Der Fall könnte weitreichende Folgen für die Vermögensaufteilung des ehemaligen Hollywood-Traumpaars haben.



