Aktuell locken mehrere Banken mit Tagesgeldangeboten, die eine deutsche Einlagensicherung und Zinsen von bis zu 4,0 Prozent pro Jahr vereinen. Für Sparer, die Wert auf Sicherheit legen, ist dies eine attraktive Kombination. Die deutsche Einlagensicherung gilt als besonders vertrauenswürdig, obwohl EU-weit einheitliche Standards gelten.
Hohe Zinsen mit deutscher Einlagensicherung: Die besten Angebote im Überblick
Die ING bietet Neukunden 3,20 Prozent p. a. für vier Monate, danach 0,75 Prozent. Der Maximalbetrag für den Aktionszins liegt bei 250.000 Euro. Die Einlagensicherung beträgt 100.000 Euro pro Kunde. Die Hamburg Direct Bank zahlt Neukunden 3,21 Prozent p. a. für vier Monate, Basiszinssatz 1,25 Prozent, Maximalbetrag 150.000 Euro. Die Bank of Scotland gewährt 3,25 Prozent p. a. für drei Monate, Basiszinssatz 1,25 Prozent, Maximalbetrag 100.000 Euro. Die Norisbank bietet 4,0 Prozent p. a. für sechs Monate, allerdings nur in Kombination mit einem Girokonto und der Umstellung von drei Zahlungsverbindungen. Der Maximalbetrag liegt bei 250.000 Euro, Basiszinssatz 0,75 Prozent. Chase, eine Marke von J.P. Morgan, startet in Deutschland mit 4,0 Prozent p. a. für vier Monate und einem Basiszinssatz von 2,0 Prozent, ohne Begrenzung des Maximalbetrags. Alle diese Banken unterliegen der deutschen Einlagensicherung.
Warum die deutsche Einlagensicherung besonders geschätzt wird
Die EU-Richtlinie 2014/49/EU schreibt vor, dass Banken Mitglied eines Einlagensicherungssystems sein müssen. In Deutschland ist dies die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB), die Einlagen bis 100.000 Euro pro Kunde schützt. Im Krisenfall kann der Staat einspringen, was in Deutschland aufgrund der hohen Bonität (AAA-Rating von Standard & Poor's) wahrscheinlicher ist als in anderen Ländern. Nur die Niederlande, Schweden und Luxemburg haben ebenfalls ein AAA-Rating. Der Rechtsanspruch auf Entschädigung besteht jedoch nur gegenüber der Bank, nicht gegenüber dem Staat.
Freiwillige Einlagensicherungsfonds: Zusätzlicher Schutz oder nur Werbung?
Einige Banken werben mit freiwilligen Sicherungssystemen, die Guthaben bis 3.000.000 Euro abdecken sollen. Die Bundesbank weist jedoch darauf hin, dass hier kein Rechtsanspruch besteht. Sparer sollten daher ihre Einlagen pro Bank auf 100.000 Euro begrenzen und größere Beträge auf mehrere Institute verteilen. In die geschützten 100.000 Euro zählen auch Guthaben auf Giro- und Festgeldkonten.
Fazit: Tagesgeld mit deutscher Einlagensicherung bietet Sicherheit und attraktive Zinsen
Die aktuellen Angebote zeigen, dass hohe Zinsen und deutsche Einlagensicherung kein Widerspruch sind. Sparer sollten jedoch die Bedingungen genau prüfen, insbesondere bei Aktionen, die an die Eröffnung eines Girokontos gekoppelt sind. Der Datenstand ist der 23. Juni 2026. Alle Angaben ohne Gewähr.



