Weniger ist mehr: Die Handgepäck-Strategie einer Reiseautorin
Wer für eine Flugreise packt, schleppt oft deutlich mehr mit, als tatsächlich gebraucht wird. Eine Reiseautorin hat daraus Konsequenzen gezogen: Sie fliegt inzwischen fast nur noch mit Handgepäck – und lässt konsequent Überflüssiges zu Hause. Der Effekt ist direkt spürbar: kein Warten am Gepäckband, weniger Gewicht, mehr Platz im Zimmer. Gerade auf kürzeren Reisen wird der kleine Koffer damit zum praktischen Standard.
Diese Dinge bleiben konsequent zu Hause
Am häufigsten landen sogenannte „für alle Fälle“-Kleidungsstücke im Koffer. Gemeint sind Teile, die theoretisch passen könnten – aber selten getragen werden. Die Erfahrung der Autorin, die sie bei TRAVELBOOK geteilt hat: Vieles kommt ungenutzt zurück. Statt für jedes Szenario zu packen, reicht eine Auswahl, die zum Wetter und zu den geplanten Aktivitäten passt. Für Unvorhergesehenes gibt es vor Ort meist unkompliziert Ersatz.
Auch klassische Reiseführer spielen auf ihren Trips keine Rolle mehr. Die Bücher liefern zwar Inspiration vorab, sind unterwegs aber schwer und oft überholt. Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder Strände lassen sich heute schnell online finden. Digitale Quellen ersetzen den gedruckten Begleiter – ohne zusätzliches Gewicht.
Weniger Kosmetik, weniger Ballast
Ein weiterer Platzfresser sind kleine Reiseversionen von Pflegeprodukten. Viele Unterkünfte stellen Föhn, Shampoo oder Lotion ohnehin bereit. Im Flugzeug kommt hinzu: Flüssigkeiten im Handgepäck sind meist auf 100 Milliliter pro Behälter begrenzt. Wer nur das Nötigste einpackt, spart sich Umfüllstress und Platzprobleme. Fehlendes lässt sich bei Bedarf vor Ort kaufen.
Ähnlich verhält es sich mit der Reiseapotheke. Statt kompletter Packungen nimmt die Autorin nur einzelne Tabletten mit, etwa Schmerzmittel. Wichtig bleibt: Wer regelmäßig Medikamente braucht, muss diese natürlich einpacken. Alles andere lässt sich reduzieren.
Klare Regeln fürs Packen
Ihr einfachster Check vor der Reise: Wurde ein Gegenstand in den letzten sieben Tagen benutzt? Wenn nicht, bleibt er zu Hause. Ergänzt wird das durch wenige persönliche Must-haves wie Laptop, Buch oder Tagebuch. Das Prinzip dahinter ist schlicht: weniger einpacken, gezielter auswählen. Für kurze Reisen reicht das Handgepäck oft aus – wenn man sich auf das Wesentliche beschränkt.



