Die Berliner AfD hat im vergangenen Oktober ihre Landesliste für die Abgeordnetenhauswahl im September aufgestellt. Während einige bekannte Gesichter fehlen, sind viele neue Kandidaten auf der Liste vertreten, die durch extreme Positionen auffallen.
Radikale Positionen auf der Liste
Ein Kandidat fordert die „Ausrottung des Transgenderismus“, ein anderer spricht von „Umvolkung“. Diese Begriffe lassen den Anschein einer moderaten Berliner AfD zerstreuen. Die Liste enthält mehrere Politiker, die dem rechten Flügel der Partei zugerechnet werden.
Neue Gesichter, alte Ideologien
Bekannte AfD-Politiker wie der frühere Fraktionschef Georg Pazderski treten nicht mehr an. Stattdessen rücken Kandidaten wie der ehemalige Polizist und Verfassungsschutz-Beamte Rainer F. nach, der durch rassistische Äußerungen aufgefallen ist. Insgesamt 44 Kandidaten stehen auf der Liste, darunter viele aus dem Umfeld der „Werteunion“ und der „Patriotischen Plattform“.
Gemäßigter Anschein verfliegt
Die Berliner AfD hatte sich zuletzt als bürgerlich und gemäßigt präsentiert. Mit der neuen Liste zeigt sich jedoch, dass der rechte Flügel die Oberhand gewonnen hat. „Die Liste ist ein Schlag ins Gesicht aller, die an eine gemäßigte AfD glauben“, zitiert der Tagesspiegel einen internen Kritiker.
Laut Parteiangaben haben sich bei der Aufstellungsversammlung 120 Delegierte beteiligt. Die Liste wurde mit 68 Prozent Zustimmung angenommen. Kritiker befürchten, dass die extremen Positionen die Partei weiter isolieren werden.



