INSA-Trend: AfD verliert erstmals seit zwei Monaten – Union und SPD legen zu
INSA-Trend: AfD verliert – Union und SPD legen zu

Die neueste INSA-Umfrage bringt Bewegung in die deutsche Parteienlandschaft: Erstmals seit zwei Monaten muss die AfD einen Rückgang verzeichnen. Laut dem am Samstag veröffentlichten „Sonntagstrend“ für BILD fällt die Partei um einen Prozentpunkt auf 21 Prozent. Gleichzeitig legen CDU/CSU und SPD zu – die Union steigt um einen Punkt auf 30 Prozent, die SPD gewinnt ebenfalls einen Punkt hinzu und erreicht 16 Prozent.

Grüne und FDP verlieren – Linke stagniert

Die Grünen büßen einen halben Prozentpunkt ein und kommen nur noch auf 12,5 Prozent. Die FDP verliert ebenfalls einen halben Punkt und landet bei 5,5 Prozent – damit wäre die Partei knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Die Linke bleibt unverändert bei 4 Prozent und wäre damit nicht im Bundestag vertreten. Das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) verliert einen halben Punkt und liegt bei 4,5 Prozent, was ebenfalls den Einzug in den Bundestag verfehlen würde.

Regierungskoalition weiter im Tief

Die Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP kommt gemeinsam auf 34 Prozent – ein Minus von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche. Die Union als stärkste Kraft liegt mit 30 Prozent deutlich vor der AfD. „Die Union profitiert von der Schwäche der Ampel, aber auch von der leichten Erosion der AfD“, kommentiert INSA-Chef Hermann Binkert. „Die Regierungsparteien können von einer Trendwende nicht sprechen – sie stecken weiter im Umfragetief.“

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Kanzlerfrage: Merz bleibt hinter Scholz

In der Kanzlerpräferenz liegt Amtsinhaber Olaf Scholz (SPD) mit 24 Prozent vor Oppositionsführer Friedrich Merz (CDU), der auf 19 Prozent kommt. Allerdings würden 57 Prozent der Befragten lieber einen anderen Kanzler sehen. „Die Unzufriedenheit mit beiden Spitzenkandidaten ist groß“, so Binkert. „Das zeigt, dass die Krise nicht nur die Ampel betrifft, sondern die gesamte politische Mitte.“

Wirtschaftsvertrauen sinkt weiter

Parallel zur Wahlumfrage sinkt das Vertrauen in die Wirtschaftspolitik der Regierung. Nur 18 Prozent der Befragten glauben, dass die Ampel die Wirtschaftskrise in den Griff bekommt – ein Minus von drei Punkten im Vergleich zum Vormonat. 72 Prozent äußern Pessimismus. „Die Menschen spüren die Rezession und die hohen Energiekosten direkt“, erklärt Ökonom Michael Hüther vom Institut der deutschen Wirtschaft. „Die Regierung muss dringend liefern, sonst wird sich die Stimmung weiter verschlechtern.“

INSA-Methodik

Für die Umfrage befragte INSA vom 8. bis 11. Juli 2026 insgesamt 2.004 wahlberechtigte Bürger online. Die Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. Die Sonntagsfrage lautete: „Welche Partei würden Sie wählen, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre?“

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