AfD-Verbotsdebatte: Kerkeling als Experte – Zeichen der Hilflosigkeit
Kerkeling als AfD-Experte: Hilflosigkeit im Kampf gegen Rechts

In der Aufmerksamkeitsökonomie sind Symbolhandlungen oft wirksamer als Programmdebatten. Unter diesem Gesichtspunkt ist es ein voller Erfolg, dass AfD-Chef Tino Chrupalla und der Spitzenkandidat von Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, auf einer Bühne in Dessau die DDR-Hymne wenigstens teilweise mitgesungen haben. Wenn die Leitartikler im Land sich darüber kaum mehr beruhigen können, scheint das die AfD mit Blick auf die Wählermobilisierung voll auf dem eigenen Konto verbuchen zu können.

Kerkeling als Experte: Ein Akt der Verzweiflung?

Wenn jetzt auch noch der Schauspieler Hape Kerkeling in den Thüringer Landtag als Experte zu einem möglichen AfD-Verbotsverfahren geladen wird, wirkt das wie ein Akt der Verzweiflung. Was den sympathischen Kerkeling zum Experten für ein AfD-Verbot macht, erschließt sich nicht auf den ersten Blick, vielleicht nicht einmal auf den zweiten. Die Linke, die den Mann hinter der Kunstfigur Horst Schlämmer eingeladen hat, begründet den Schritt damit, eine Perspektive aus der Zivilgesellschaft einbringen zu wollen.

Resignation breitet sich aus

Es macht sich Resignation breit. Es ist alles ehrenwert. Aber ein paar Wochen vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland macht sich Resignation im Kampf gegen die in Umfragen weit führende AfD breit. Und zwar auf beiden Seiten. Einmal bei den politischen Gegnern, deren Politik der Brandmauer sichtlich nicht funktioniert. Der Kommentar von Thomas Sigmund zeigt die Hilflosigkeit auf allen Seiten. Was bleibt, ist die Resignation – auf allen Seiten.

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