Protest gegen AfD: Zivilgesellschaft muss aktiver werden
In einem Leitartikel für den SPIEGEL ruft Hannah Pilarczyk die Zivilgesellschaft dazu auf, sich stärker gegen den Aufstieg der AfD zu engagieren. Die Debatte über die sogenannte Brandmauer lenke davon ab, welchen Beitrag die Bürger selbst leisten könnten. Stattdessen müsse die Gesellschaft viel aktiver werden als bisher.
Die Rolle der Zivilgesellschaft
Pilarczyk betont, dass Proteste gegen die AfD nicht nur mediales Echo erzeugen, sondern auch konkrete politische Wirkung entfalten müssen. Sie verweist auf Anti-AfD-Proteste in Nürnberg, die zeigen, dass zivilgesellschaftliches Engagement sichtbar ist, aber noch nicht ausreicht. „Es reicht nicht, nur zu demonstrieren – wir müssen in den Alltag hineinwirken“, zitiert der Artikel die Autorin sinngemäß.
Kritik an der Brandmauer-Debatte
Die Diskussion über eine Brandmauer zwischen den etablierten Parteien und der AfD lenke von der eigentlichen Aufgabe ab: der aktiven Auseinandersetzung mit den Positionen der AfD. Pilarczyk argumentiert, dass die Zivilgesellschaft nicht nur auf politische Entscheidungen warten dürfe, sondern selbst Initiativen ergreifen müsse. „Die Brandmauer ist ein politisches Konstrukt, aber die echte Abwehr muss von der Gesellschaft kommen“, so die Kernaussage.
Konkrete Forderungen
Die Autorin fordert mehr zivilgesellschaftliche Projekte in Schulen, Vereinen und Nachbarschaften, um dem Rechtsruck entgegenzuwirken. Sie nennt Beispiele wie lokale Bündnisse gegen Rechtsextremismus und Aufklärungsarbeit. „Jeder Einzelne ist gefragt, nicht nur die Politik“, betont Pilarczyk. Der Artikel erschien am 21. Juni 2026 und richtet sich an alle, die sich fragen, wie sie persönlich gegen den Aufstieg der AfD vorgehen können.



