Senatorin vermutet Hackerangriff nach rassistischen Posts
Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia hat nach ihren rassistischen Beleidigungen gegen Frankreichs Fußballstar Kylian Mbappé einen möglichen Hackerangriff auf ihr Instagram-Konto gemeldet. „Ich möchte mitteilen, dass mein Instagram-Konto möglicherweise (...) gehackt wurde“, schrieb die Politikerin am Donnerstag auf X. Sie übernehme von daher keine Verantwortung für Beiträge, die von da an veröffentlicht wurden. Heute erklärte sie, sie habe den Zugang zu ihrem Konto wiedererlangt.
Beleidigungen bereits vor angeblichem Angriff veröffentlicht
An ihren Äußerungen ändert das jedoch nichts: Die gegen den französischen Nationalspieler gerichteten Beiträge waren bereits vor dem angeblichen Angriff veröffentlicht worden. Die Senatorin hatte einen Tag nach Paraguays WM-Aus im Achtelfinale gegen Frankreich (4. Juli) den Stürmer unter anderem als einen „kolonisierten Kameruner“ bezeichnet, der den harten Franzosen spiele, „voller Minderwertigkeitskomplexe, neureich, arrogant und hässlich“ sei. Frankreichs Fußballverband erstattete daraufhin Anzeige gegen die Politikerin.
Weitere Angriffe und verbrannte Puppe
Auch danach setzte Amarilla ihre Angriffe fort. Während einer Sitzung des paraguayischen Senats bezeichnete sie Mbappé als „Hurensohn“. Anlass war, dass dieser Paraguays Nationaltorwart Orlando Gill einen Handschlag verweigert hatte. Für zusätzliche Empörung sorgte zuletzt auch ein Video aus Asunción, das die Verbrennung einer Stoffpuppe mit Mbappés Namen zeigt. Die Aufnahme entstand bei einem traditionellen Johannisfest in Paraguay. Beim Brauch „Judas kái“ werden jedes Jahr symbolisch Puppen verbrannt, die besonders unbeliebte Personen darstellen. In Frankreich stießen die Bilder auf scharfe Kritik. In sozialen Netzwerken zogen Nutzer Vergleiche mit rassistischen Praktiken des Ku-Klux-Klans.



