Tokio-Hotel-Star Tom Kaulitz (36) blickt mit Sorge auf die politische Entwicklung in seiner Heimat Sachsen-Anhalt. Der gebürtige Leipziger, der mit seinem Zwillingsbruder Bill in Loitsche bei Magdeburg aufwuchs, äußerte sich in der neuen Talk-Reihe „Bestbesetzung“ von Johannes B. Kerner (61) besorgt über den Aufstieg der AfD. Aktuelle Umfragen zur Landtagswahl am 6. September sehen die AfD bei rund 40 Prozent, während die CDU auf etwa 26 Prozent kommt.
Kindheitserfahrungen mit rechts
Kaulitz erinnert sich an eigene Begegnungen mit Rechtsradikalen in seiner Jugend. „Wir haben viel Erfahrung mit rechts gemacht, auch mit extrem rechts. Und hatten als Kinder unsere Erfahrungen“, sagte er. Schon früh habe er sich klar positioniert: „Ich habe für links demonstriert, schon ganz früh, und habe da so meine Rebellenphase ausgelebt.“ In Magdeburg sei er mit Punkern auf Demonstrationen gegangen.
Sorge um Heimat und neue Heimat
Die aktuelle politische Lage in Sachsen-Anhalt macht ihn traurig. „Jetzt sehen wir’s politisch: Die AfD ist da extrem stark und das macht mich traurig. Es ist total schade und besorgniserregend.“ Doch nicht nur Deutschland bereitet ihm Sorgen. Auch in den USA, wo er mit Ehefrau Heidi Klum (53) lebt, blickt er kritisch auf die Politik. „Wir haben hier in Amerika mit Donald Trump einen Präsidenten, den wir sehr kritisch sehen.“ Kaulitz gibt zu, dass ihn diese Themen beschäftigen: „Ich liege abends im Bett und mache mir über solche Dinge Gedanken.“
Rolle als Musiker und Entertainer
Tom und sein Bruder Bill versuchen, sich „hier und da einzusetzen“. Tom sieht sich jedoch in erster Linie als Musiker, Podcaster und Entertainer. Gemeinsam mit seinem Bruder wolle er den Menschen Freude geben. „Wir sind keine Politiker, aber wir können unseren Teil dazu beitragen, indem wir vielleicht ein bisschen vorangehen“, sagt der Tokio-Hotel-Sänger. Die Talk-Reihe „Bestbesetzung“ ist ab dem 23. Juni bei MagentaTV zu sehen.



