Österreichs Kapitän David Alaba hat seine Zukunft in der Nationalmannschaft nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale offen gelassen. Der 34-jährige Innenverteidiger erklärte nach der 0:3-Niederlage gegen Spanien, er habe sich während des Turniers ausschließlich auf die Weltmeisterschaft konzentriert und noch keine Gedanken über seine weitere Laufbahn gemacht. „Ich habe mir überhaupt keine Gedanken gemacht um meine Zukunft, auch auf Club-Ebene um meine Zukunft. Ich war wirklich hier und jetzt sehr, sehr konzentriert und fokussiert auf diese Weltmeisterschaft. Und habe da wirklich nur darauf meinen Fokus gelegt“, sagte der ehemalige Profi des FC Bayern München.
Erste WM-Teilnahme seit 28 Jahren
Für Österreich war es die erste WM-Teilnahme seit 1998. Alaba hatte die Mannschaft als Kapitän in das Turnier geführt und dabei maßgeblich zur Qualifikation beigetragen. Im Sechzehntelfinale war nun gegen den Titel-Kandidaten Spanien Schluss. Der Innenverteidiger, der auf 117 Länderspiele und 15 Tore kommt, betonte, dass er die Niederlage zunächst verarbeiten müsse. „Ich werde erstmal diesen bitteren Moment verarbeiten müssen. Das wird sicherlich ein paar Tage dauern und brauchen. Und dann mache ich mir natürlich Gedanken“, so Alaba.
Ungewisse Zukunft auf Vereinsebene
Neben seiner Rolle im Nationalteam ist auch Alabas Zukunft auf Vereinsebene ungewiss. Sein Vertrag bei Real Madrid war Ende Juni ausgelaufen. Der 34-Jährige wechselte 2021 vom FC Bayern München zu den Königlichen, wo er sich zunächst als Stammspieler etablierte. Ende 2023 erlitt er jedoch einen Kreuzbandriss, der ihn monatelang außer Gefecht setzte. In der vergangenen Saison verpasste er zudem zahlreiche Partien aufgrund einer Wadenverletzung. Wie es für ihn weitergeht, ist derzeit offen.
Arnautovic verabschiedet sich emotional
Während Alaba seine Zukunft offen lässt, ist die Nationalmannschaftskarriere von Marko Arnautovic definitiv beendet. Der ehemalige Bundesliga-Profi verabschiedete sich nach der Partie emotional von seinen Mitspielern. „Es sind auch Tränen geflossen in der Kabine“, berichtete Alaba über den Abschied des 35-Jährigen. Arnautovic, der zuvor für Werder Bremen und Bayern München in der Bundesliga spielte, beendet damit seine Länderspielkarriere nach 118 Einsätzen und 36 Toren.
Ausblick auf die Zukunft Österreichs
Das Aus im Sechzehntelfinale bedeutet für Österreich das Ende einer erfolgreichen WM-Kampagne, die mit der erstmaligen Qualifikation seit 28 Jahren begann. Die Mannschaft um Alaba und Arnautovic hatte in der Gruppenphase überzeugt, scheiterte dann aber deutlich am Favoriten Spanien. Für Alaba steht nun die Regeneration im Vordergrund, bevor er Entscheidungen über seine Zukunft trifft. Der Abwehrspieler, der seine Karriere als Profi beim FC Bayern begann, könnte sowohl im Nationalteam als auch auf Vereinsebene vor einem Neuanfang stehen.



