Andy Burnham ist neuer Premierminister des Vereinigten Königreichs. König Charles III. beauftragte den Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei offiziell mit der Regierungsbildung, wie die britische Nachrichtenagentur PA am heutigen Tage meldete. Die Ernennung erfolgte nach einem Treffen zwischen dem Monarchen und Burnham im Buckingham Palace.
Labour-Chef übernimmt Regierungsverantwortung
Der 54-jährige Burnham, der seit 2021 Vorsitzender der Labour-Partei ist, tritt damit die Nachfolge des konservativen Premierministers Rishi Sunak an, der nach der verlorenen Unterhauswahl zurückgetreten war. Burnhams Partei hatte bei der jüngsten Wahl eine deutliche Mehrheit errungen. In seiner ersten Stellungnahme vor der Downing Street kündigte Burnham eine Politik des Wandels an: „Das britische Volk hat für eine neue Richtung gestimmt, und ich werde alles dafür tun, diese Erwartungen zu erfüllen.“
Erste Amtshandlungen erwartet
Noch am Abend will Burnham sein Kabinett vorstellen. Medienberichten zufolge sollen Schlüsselressorts wie das Finanz- und das Außenministerium mit erfahrenen Labour-Politikern besetzt werden. Politische Beobachter erwarten, dass Burnham in den kommenden Tagen erste Weichenstellungen in der Wirtschafts- und Sozialpolitik vornimmt. Der neue Premier steht vor großen Herausforderungen, darunter die angespannte Lage im Gesundheitswesen und die Folgen des Brexit.
Reaktionen aus dem In- und Ausland
Internationale Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. US-Präsident Joe Biden gratulierte Burnham und sprach von einer „neuen Ära der Zusammenarbeit“. Auch aus der Europäischen Union kamen Glückwünsche; Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte die Hoffnung auf eine vertiefte Partnerschaft. In Großbritannien selbst reagierten die politischen Lager gespalten: Während Labour-Anhänger die Ernennung feierten, warnten konservative Kreise vor einem „Linksruck“.



