Andy Burnham: Vater weiß nichts von seinem Amt als Premier
Andy Burnhams Vater weiß nichts von Premierschaft

Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat in einem Interview mit der „Times“ über die Demenzerkrankung seines Vaters Roy gesprochen. Der 56-jährige Labour-Politiker wurde am Montag von König Charles III. offiziell mit der Regierungsbildung beauftragt und zog in die Downing Street ein. Sein 86-jähriger Vater, der an Demenz leidet, ist sich dieses historischen Moments jedoch nicht bewusst. „Das ist traurig, denn er wäre stolz“, sagte Burnham.

Familie und politische Prägung

Burnham betonte, dass er seinen Erfolg auch der Unterstützung seiner Familie verdanke, insbesondere seinem Vater. „Auch wenn er das nicht mehr weiß, gibt mir das trotzdem das Gefühl, dass wir das irgendwie gemeinsam erreicht haben“, so Burnham. Roy Burnham, ein überzeugt links stehender Labour-Wähler, hatte seinen Sohn einst für die Politik begeistert. Vor gut einer Woche besuchte Burnham gemeinsam mit seinen beiden Brüdern, einer seiner Töchter und seiner Mutter seinen Vater im Pflegeheim. „Das war schön“, erinnerte er sich. Laut der „Times“ wirkte Burnham bei dem Thema „weniger traurig als gefasst“.

Reformpläne für Pflegesystem

Burnham kündigte an, das marode Sozialfürsorge- und Pflegesystem in Großbritannien reformieren zu wollen. Die Erfahrungen mit der Erkrankung seines Vaters seien ein Beweggrund dafür. In seiner ersten Rede als Premierminister stellte er einen Zehnjahresplan für wirtschaftliche Entwicklung vor. Die persönliche Geschichte des neuen Regierungschefs zeigt, wie tief die familiären Erfahrungen seine politische Agenda prägen.

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