Brandenburgs Bauernpräsident warnt vor EU-Beitritt der Ukraine
Bauernpräsident warnt vor EU-Beitritt der Ukraine

Brandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff hat vor den Folgen eines möglichen EU-Beitritts der Ukraine für die heimische Landwirtschaft gewarnt. In einem Interview mit dem Tagesspiegel erklärte er, dass die europäische Agrarpolitik den Landwirten in Brandenburg große Sorgen bereite. „Ein möglicher EU-Beitritt der Ukraine macht uns Sorgen“, sagte Wendorff.

Erntezeit überdeckt langfristige Sorgen

Derzeit seien alle Landwirte im Land mit der Ernte beschäftigt, so Wendorff. „Es geht darum, so viel und so gut wie möglich gute Qualitäten vom Halm zu bekommen.“ Dies überdecke den Blick nach vorn, etwa auf die Europäische Agrarpolitik. Doch die langfristigen Herausforderungen blieben bestehen.

Belastungen für Höfe und ländliche Räume

Wendorff betonte, dass ein EU-Beitritt der Ukraine neue Belastungen für die Höfe und die ländlichen Räume in Brandenburg mit sich bringen könnte. Die ukrainische Landwirtschaft sei hochproduktiv und könnte den Wettbewerb in der EU massiv verschärfen. „Das würde unsere Betriebe unter Druck setzen“, warnte der Bauernpräsident.

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Forderung nach Anpassungen

Der Bauernpräsident forderte daher Anpassungen in der EU-Agrarpolitik, um die heimischen Landwirte zu schützen. Konkrete Vorschläge nannte er jedoch nicht. Er appellierte an die Politik, die Interessen der Brandenburger Bauern nicht aus den Augen zu verlieren.

Wendorffs Aussagen spiegeln die wachsende Skepsis vieler Landwirte gegenüber einer EU-Erweiterung wider. Die Ukraine hatte im Juni 2022 den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten, die Verhandlungen laufen noch.

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