Durchsuchungen bei Ex-Gazprom-Tochter: Verdacht auf Sabotage
Durchsuchungen bei Ex-Gazprom-Tochter: Sabotageverdacht

Die Bundesanwaltschaft hat im Umfeld der früheren Gazprom-Tochter Gazprom Germania Durchsuchungen in Berlin und Frankfurt am Main durchgeführt. Die Ermittlungen richten sich gegen den Verdacht der versuchten verfassungsfeindlichen Sabotage und der Beihilfe zu Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte.

Hintergrund der Ermittlungen

Die Razzien fanden am 24. Juni 2026 statt und betrafen Räumlichkeiten in Berlin sowie ein Unternehmen in Frankfurt. Die Gazprom Germania war bis zur Übernahme durch die Bundesnetzagentur im Jahr 2022 eine Tochter des russischen Energiekonzerns Gazprom. Seitdem steht sie unter deutscher Treuhandverwaltung.

Vorwürfe im Detail

Konkret geht es um den Vorwurf, dass von der Gazprom Germania oder ihrem Umfeld aus versucht wurde, verfassungsfeindliche Sabotageakte zu begehen. Zudem wird Beihilfe zu Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz geprüft, das unter anderem die Ausfuhr von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck regelt. Die Bundesanwaltschaft äußerte sich zunächst nicht zu den genauen Hintergründen der Durchsuchungen oder zu möglichen Beschuldigten.

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Bedeutung des Falls

Der Fall ist von besonderer Brisanz, da Gazprom Germania während des Ukraine-Kriegs in den Fokus deutscher Sicherheitsbehörden geriet. Die Treuhandverwaltung sollte verhindern, dass russische Einflüsse auf die deutsche Energieinfrastruktur wirken. Die aktuellen Ermittlungen zeigen, dass die Behörden weiterhin aktiv gegen mögliche Gefahren aus diesem Bereich vorgehen.

Weitere Details zu den Durchsuchungen und den Ergebnissen werden in Kürze erwartet. Die Bundesanwaltschaft betonte, dass die Maßnahmen Teil eines laufenden Verfahrens seien.

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