Erneute Kontrollen gegen Waffenkriminalität in Berlin
Die Berliner Polizei hält den Druck auf die organisierte Kriminalität hoch. Nur wenige Tage nach einer größeren Razzia führte das Landeskriminalamt (LKA) gemeinsam mit dem Hauptzollamt Berlin, der Steuerfahndung und dem Ordnungsamt Spandau erneute Kontrollen in den Stadtteilen Wilmersdorf und Charlottenburg durch. Dabei wurden unter anderem eine Schusswaffe samt Munition sowie mehr als 16 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak sichergestellt.
Der Zoll entdeckte zudem eine illegale Glücksspielstätte. Die Polizei stellte fünf gefälschte Ausweise sicher, und ein Mann war mit einem gefälschten Führerschein unterwegs. An dem sogenannten Verbundeinsatz waren nach Angaben eines Sprechers mehr als 100 Polizistinnen und Polizisten sowie 18 Mitarbeiter der anderen Behörden beteiligt.
Hintergrund: Zunahme der Schusswaffenkriminalität
Die verstärkten Maßnahmen sind eine Reaktion auf die deutliche Zunahme von Schusswaffenkriminalität in Berlin. Die Polizei hat die Sondereinheit „Ferrum“ (lateinisch für „Eisen“) gegründet, die eng mit der Ermittlungsgruppe „Telum“ (lateinisch für „Angriffswaffe“) der Staatsanwaltschaft zusammenarbeitet. Im Fokus stehen Banden, deren Anführer von der Türkei aus agieren und die in Berlin und anderen Städten türkisch- und kurdischstämmige Ladeninhaber bedrohen, um hohe Geldsummen zu erpressen.
Bereits am vergangenen Mittwoch gab es eine größere Razzia, bei der drei Männer im Alter von 18, 46 und 50 Jahren festgenommen wurden. Insgesamt richteten sich die Durchsuchungen gegen 13 Männer im Alter von 16 bis 61 Jahren.



