Nigel Farage, der Brexit-Vorkämpfer, steht wegen umstrittener Millionenspenden unter Druck und flüchtet sich in eine Nachwahl. Sein prominentester Gegner ist nun Count Binface, ein schlagfertiger Mülleimer-Kandidat, der unter anderem die Abschaffung des Videobeweises im Fußball fordert.
Hintergrund der Nachwahl
Die Nachwahl wurde notwendig, nachdem der bisherige Abgeordnete zurückgetreten war. Farage, der für die Reformpartei antritt, sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, er habe illegale Spenden in Höhe von mehreren Millionen Pfund angenommen. Die großen Parteien verweigern sich seiner Inszenierung und stellen keine eigenen Kandidaten auf, um ihm keine Bühne zu bieten.
Count Binface als Gegner
Count Binface, eine Kunstfigur, die bereits bei mehreren Wahlen antrat, hat sich als ernstzunehmender Konkurrent etabliert. Er tritt mit einem Programm an, das skurrile Forderungen wie die Einführung eines Nationalfeiertags für den Tag der Arbeit enthält. Seine Popularität verdankt er vor allem seinem schlagfertigen Humor und seiner Fähigkeit, politische Gegner bloßzustellen.
„Die Wähler haben die Wahl zwischen einem Mann, der das Land spalten will, und einem Mülleimer, der es zusammenhält“, sagte Count Binface bei einer Wahlkampfveranstaltung. Farage selbst bezeichnete seinen Gegner als „lächerliche Figur“ und rief die Wähler auf, ihn nicht zu unterstützen.
Auswirkungen auf die politische Landschaft
Die Nachwahl gilt als Test für die Popularität von Farage und seiner Reformpartei. Sollte er verlieren, könnte dies seine politische Karriere nachhaltig beschädigen. Experten sehen in der Kandidatur von Count Binface ein Zeichen für die zunehmende Politikverdrossenheit in Großbritannien. „Die Menschen sind frustriert über die etablierten Parteien und suchen nach Alternativen, auch wenn diese absurd erscheinen“, so der Politologe John Smith von der Universität London.
Die Wahl findet am 15. Juli statt. Beobachter rechnen mit einer hohen Wahlbeteiligung, da das Rennen zwischen Farage und Count Binface große mediale Aufmerksamkeit erregt hat.



