Fünf Jahre in Lukaschenkos Lagern: Poczobut will zurück
Fünf Jahre in Lukaschenkos Lagern: Poczobut will zurück

Der belarussische Journalist und Aktivist Andrzej Poczobut war fünf Jahre lang in den Straflagern von Alexander Lukaschenkos Regime inhaftiert. Im April 2025 wurde er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen. Trotz der erlittenen Qualen und der anhaltenden Repressionen gegen die polnische Minderheit in Belarus kündigte er an, bald in das Land zurückzukehren.

Warum die Rückkehr trotz Risiken?

Im Interview mit dem Tagesspiegel erklärte Poczobut seine Beweggründe: „Ich bin belarussischer Staatsbürger. Ich bin in dem Land geboren, meine Eltern leben dort. Mein ganzes Leben spielt sich dort ab. Selbstverständlich will ich dort sein.“ Er betonte, dass er Belarus gar nicht erst verlassen hätte, wenn ihm nicht die Rückkehr zugesichert worden wäre. Ein Vertreter der Präsidialverwaltung habe ihm dies versprochen.

Die Haftbedingungen und die Haltung des Regimes

Poczobut berichtete von den unmenschlichen Bedingungen in den Lagern. „Sie wollten, dass ich um Gnade bettle. Aber ich habe keine Reue gezeigt“, sagte er. Das Regime betrachte die polnische Minderheit in Belarus als „Staatsfeind“. Diese Einstellung habe ihn ins Visier der Behörden gebracht. Trotz der Gefahr, erneut verhaftet zu werden, ist er entschlossen, in seine Heimat zurückzukehren.

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Seine Freilassung erfolgte im Rahmen eines Austauschs, über dessen Details jedoch keine genauen Angaben gemacht wurden. Poczobut gilt als Symbolfigur des Widerstands gegen die Unterdrückung der polnischen Minderheit und der unabhängigen Medien in Belarus. Seine Rückkehr wird von vielen als Zeichen der Hoffnung, aber auch als Risiko gesehen.

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