Der ägyptische Fußballverband (EFA) hat seine scharfe Kritik an der Fifa nach dem WM-Achtelfinal-Aus gegen Argentinien (2:3) mit einer offiziellen Stellungnahme erneuert. Darin werden Schiedsrichter François Letexier (37) und der Weltverband erneut massiv attackiert.
EFA: „Können nicht schweigen“
In dem Statement heißt es: „Der ägyptische Fußballverband kann angesichts der Schiedsrichterentscheidungen im Spiel gegen Argentinien sowie des unzureichenden Einsatzes des Video-Assistenten nicht schweigen.“ Die EFA erneuert damit die Vorwürfe von Nationaltrainer Hossam Hassan und Torschütze Mostafa Ziko.
„Mehrere Schlüsselszenen haben erhebliche Bedenken ausgelöst und grundlegende Fragen hinsichtlich der Konsequenz und Fairness der Entscheidungen aufgeworfen, die den Spielverlauf unmittelbar beeinflusst haben“, so der Verband weiter.
„Jeder Spieler und jeder Fan verdient Fairness und Respekt“
Die EFA erklärte: „Was sich während des Spiels ereignet hat, hat verständlicherweise große Frustration bei unseren Spielern, dem Trainerstab und unseren Fans ausgelöst, die auf der größten Bühne des Fußballs höchste Standards in der Spielleitung erwartet hatten.“
Abschließend fordert der Verband: „Jeder Spieler, der das Trikot der ägyptischen Nationalmannschaft trägt, und jeder Fan, der hinter dieser Mannschaft steht, verdient Fairness, Respekt und eine gleiche Anwendung der Fußballregeln.“
Hintergrund: Wutrede nach dem Spiel
Bereits auf der Pressekonferenz nach der Partie hatte Trainer Hossam Hassan eine Wutrede gehalten und von einem „manipulierten Spiel“ gesprochen. Er warf der Fifa vor, Argentinien um Superstar Lionel Messi zu bevorzugen, um von dessen Strahlkraft zu profitieren: „Es geht nur ums Geld. Sie wollen, dass Messi im Turnier bleibt.“
Mostafa Ziko pflichtete ihm bei: „Glückwunsch an Argentinien zum WM-Titel. Das Turnier war manipuliert, sie brauchten nichts weiter. Es ist offensichtlich, dass ihr WM-Sieg geplant ist. Der Schiri war unfair, unfair, unfair, unfair.“
Strittige Szenen: Nicht gegebener Elfmeter und VAR-Entscheidung
Auslöser der Wut war ein nicht gegebener Elfmeter für Ägypten vor dem 3:2 der Argentinier. Zudem wurde ein vermeintliches 2:0 der Ägypter nach VAR-Check zurückgenommen, weil ein Foul im Vorfeld geahndet wurde.



