Iran-Krieg: Huthis drohen mit Blockade im Roten Meer +++ Hamas wählt Al-Hajja
Huthis drohen mit Blockade im Roten Meer +++ Hamas wählt Al-Hajja

Der militärische Sprecher der jemenitischen Huthi-Bewegung, Yahya Saree, hat die anhaltende Blockade des Flughafens Sanaa durch Saudi-Arabien in einer Videobotschaft als „inakzeptabel“ bezeichnet und mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. „Wir werden auf die Blockade mit einer Blockade antworten und auf jede Eskalation mit Eskalation reagieren“, sagte Saree. Die Huthis machen Saudi-Arabien für Luftangriffe auf den Flughafen Sanaa in der vergangenen Woche verantwortlich. Als Reaktion darauf griffen sie eigenen Angaben zufolge den saudi-arabischen Flughafen Abha International an. Saree erklärte, die „jemenitischen Streitkräfte“ seien auf alle Optionen vorbereitet, und rief die Bevölkerung zur allgemeinen Mobilmachung auf.

Hamas wählt Chalil al-Hajja zum neuen Anführer

Die Hamas hat Chalil al-Hajja zu ihrem neuen obersten Anführer gewählt. Die radikal-islamische Palästinenserorganisation, die im Gazastreifen seit der Wahl 2006 herrscht, gab dies bekannt. Al-Hajja folgt Jahja Sinwar nach, der 2024 von israelischen Truppen getötet wurde. Seit dem Tod von Sinwar und Ismail Hanijeh, der bei einem israelischen Angriff im Juli 2024 im Iran ums Leben kam, wurde al-Hajja zu einer immer wichtigeren Figur. Er gehört zu den Führungspersönlichkeiten, die Israel 2025 bei einem Anschlag in Doha ins Visier genommen hatte.

Vermittler schlagen zehntägige Waffenruhe vor

Vermittler haben einem iranischen Insider zufolge eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran von zehn Tagen vorgeschlagen. So sollten Wege gefunden werden, das im Juni erzielte Rahmenabkommen wiederzubeleben. Mitte Juni unterzeichneten die USA und der Iran das vorläufige Abkommen, das eine 60-tägige Waffenruhe vorsah. Anfang Juli griffen die USA jedoch erneut Ziele im Iran an mit der Begründung, der Iran habe drei Tanker in der Straße von Hormus beschossen. Seither liefern sich beide Seiten immer wieder gegenseitige Angriffe.

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Benzinpreise in den USA steigen über vier Dollar pro Gallone

Wegen der wieder aufgeflammten Kämpfe im Nahen Osten steigen die Benzinpreise in den USA erneut über die Marke von vier Dollar je Gallone. Wie aus Daten des Automobilclubs AAA hervorgeht, liegt der landesweite Durchschnittspreis bei 4,0030 Dollar – dies entspricht rund 1,06 Dollar (etwa 0,93 Euro) pro Liter. Die Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran stören den Energiefluss durch die Straße von Hormus. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar sind die Preise um mehr als 30 Prozent gestiegen.

Iran: Vermittler machen Vorschläge für Verhandlungen mit USA

Der Iran hat angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten. Außenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte dies in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte Baghai: „Ich betone erneut, dass der diplomatische Apparat seine Aufgaben gemeinsam und im Einklang mit den Verteidigern des Vaterlandes in den Streitkräften weiterverfolgt.“

US-Angriffe im Iran: Tote und Schäden

Bei neuen US-Luftangriffen im Iran ist nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mindestens ein Mensch in der Gegend der Stadt Tabris ums Leben gekommen. In Tabris im Nordwesten des Landes werden unterirdische Raketenstützpunkte der Revolutionsgarde vermutet. Das US-Militär beendete die neunte Angriffswelle gegen Ziele im Iran und gab an, militärische Kommandozentralen, Flugabwehr- und Küstenüberwachungsanlagen sowie Raketen- und Drohnenstartvorrichtungen getroffen zu haben.

Trump: Haben Iran wieder hart getroffen

US-Präsident Donald Trump begründete die jüngsten Angriffe mit dem Tod mehrerer US-Soldaten in der Region. „Diese großartigen Patrioten waren da draußen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann“, sagte Trump vor Reportern. Die Angriffe seien „zu Ehren“ der Soldaten erfolgt. „Wir haben sie heute Nacht wieder sehr hart getroffen“, so Trump. Er behauptete, der Iran habe militärisch „fast alles verloren“ und die USA kontrollierten die Straße von Hormus. Der Iran pocht dagegen darauf, dass das Rahmenabkommen die alleinige Verantwortung für die Meerenge dem Iran zuweise.

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Schiffsverkehr in der Straße von Hormus eingeschränkt

Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus ist angesichts des militärischen Schlagabtauschs zurückgegangen. Daten des Finanzdatenanbieters LSEG zufolge passierten am Sonntag vier Schiffe die Meerenge, am Samstag waren es acht. Seit Donnerstag wurden keine LNG-Tanker mehr bei der Durchfahrt registriert. Die LNG-Produktion in Katar und den VAE hält sich relativ stabil; an Bord von sieben beladenen katarischen LNG-Tankern befanden sich Mitte Juli schätzungsweise 570.000 Tonnen LNG. Insgesamt lagern LNG-Tanker mit einer Kapazität von fast 1,9 Millionen Tonnen in der Region.

US-Soldat stirbt bei Drohnensprengung im Irak

Das US-Militär meldete den Tod eines weiteren Soldaten im Iran-Krieg. Er wurde am Samstag im Irak bei der „kontrollierten Sprengung“ einer abgestürzten iranischen Drohne getötet. Damit steigt die Zahl der im Konflikt getöteten US-Soldaten auf 17; mehr als 430 wurden verletzt. Demokratische Kongressmitglieder übten scharfe Kritik an Trumps Kriegsführung. Senator Mark Warner sagte dem Sender CBS News: „Wir haben buchstäblich Hunderte Schwerverletzte. Das passiert, wenn man einen Krieg aus eigener Entscheidung beginnt.“

Kuwait und Bahrain unter Beschuss

Kuwait sieht sich weiter unter iranischem Beschuss. Die Luftverteidigung wehre „feindliche Drohnen“ ab, teilte die Armee mit. Auch in Bahrain heulten die Sirenen. Die US-Botschaft in Manama warnte vor möglichen Angriffen auf nicht näher bezeichnete Ziele im Zentrum der Stadt. Kuwait verurteilte einen iranischen Angriff auf eine Strom- und Wasserentsalzungsanlage als direkten Schlag gegen zivile Infrastruktur.

Jordanien fängt Raketen ab

Die jordanischen Streitkräfte haben drei iranische Raketen abgefangen, die auf das Königreich abgefeuert worden seien. Eine vierte Rakete sei in einem abgelegenen Gebiet niedergegangen, ohne Opfer oder Schäden zu verursachen. Das israelische Militär hatte zuvor Raketen mit Kurs auf Akaba ausgemacht und vor möglichen Auswirkungen auf israelisches Gebiet gewarnt.