IAEA-Chef Grossi: Inspektionen im Iran werden kommen - aber Zeitplan offen
IAEA-Chef: Inspektionen im Iran werden kommen

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, hat klargestellt, dass die Überwachung iranischer Atomanlagen ein fester Bestandteil des Rahmenabkommens zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten ist. „Ob das übermorgen, nächste Woche oder in zehn Tagen passiert, ist eine wichtige, aber keine essenzielle Frage. Es wird passieren“, sagte Grossi am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi.

Iranische Seite widerspricht: Keine Zustimmung zu Inspektionen

Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai hatte am Dienstag in Teheran erklärt, dass derzeit keine Inspektionen kriegsbeschädigter Atomanlagen durch die IAEA geplant seien. Dazu zählen auch Anlagen, in denen hoch angereichertes Uran nahezu waffenfähigen Grades gelagert wird. Grossi verwies hingegen auf die Rahmenvereinbarung, wonach das Uran unter IAEA-Aufsicht zumindest verdünnt werden soll. „Dazu müssen wir klarerweise inspizieren“, betonte er. In Kürze solle an den entsprechenden Zeit- und Ablaufplänen gearbeitet werden.

US-Vizepräsident: Iran will Inspektoren wieder ins Land lassen

US-Vizepräsident JD Vance hatte nach Gesprächen mit der iranischen Seite in der Schweiz gesagt, der Iran wolle wieder IAEA-Inspektoren ins Land lassen. Einen Zeitplan gebe es jedoch noch nicht. Irans Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf, Ali Bahreini, widersprach: Teheran habe der Entsendung von Inspektoren zur Überwachung von Atomaktivitäten noch nicht zugestimmt. Die Frage sei Gegenstand einer Arbeitsgruppe, die erst noch zusammentreten müsse.

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Hoch angereichertes Uran: 440 Kilogramm mit 60-prozentigem Reinheitsgrad

Laut IAEA verfügt der Iran über rund 440 Kilogramm hoch angereichertes Uran mit einem Reinheitsgrad von etwa 60 Prozent. Fachleuten zufolge könnte damit nach einer weiteren Anreicherung auf 90 Prozent mehrere Atombomben hergestellt werden. Teheran bestreitet solche Pläne und hat sich im Rahmenabkommen erneut verpflichtet, keine Atomwaffen anzuschaffen oder zu entwickeln.

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