Iran setzt Angriffe in der Region fort – Handelsschiffe attackiert
Iran: Angriffe bis zur Ruhe an der Straße von Hormus

Iran kündigt Fortsetzung der Angriffe an

Der Iran will seine eigenen Angriffe in der Region fortführen, bis Attacken auf den Süden des Landes aufhören. Der Kommandeur der Luftwaffe der Revolutionsgarden, Madschid Musawi, erklärte am Freitag in Online-Netzwerken, „effektive und gezielte Angriffe aus dem ganzen Iran gegen den Feind“ würden andauern, „bis an der südlichen Küste und der Straße von Hormus wieder Ruhe eingekehrt ist“. In den vergangenen Tagen hatten US-Angriffe auf Ziele an der iranischen Küste am Persischen Golf zugenommen. Der Iran reagierte seinerseits mit Beschuss auf Ziele in der Region. Dabei seien auch Ziele in Jordanien, Syrien und dem Irak anvisiert worden, hieß es in iranischen Medien.

Schäden in Kuwait und Angriffe auf Handelsschiffe

Der Golfstaat Kuwait berichtete von Schäden an einem Elektrizitätswerk und einer Meerwasserentsalzungsanlage. Bei dem Angriff sei ein Brand ausgebrochen und die Stromversorgung beeinträchtigt worden, teilte das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien mit. Es seien Schäden entstanden und zahlreiche Stromerzeugungseinheiten ausgefallen. Die Feuerwehr habe den Brand unter Kontrolle gebracht. Technische Teams bewerteten nun die Schäden und arbeiteten an einer schnellen Wiederinbetriebnahme der betroffenen Anlagen. (dpa/Reuters/AFP) Ein Handelsschiff ist Berichten zufolge vor der Küste des Jemen angegriffen worden. Wie die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) mitteilte, sollen unautorisierte Personen an Bord gegangen sein, während das Schiff den Golf von Aden in östlicher Richtung durchquerte. Der Vorfall soll sich demnach 65 Seemeilen südlich der jemenitischen Stadt Al-Mukalla abgespielt haben. Er werde von Behörden untersucht, hieß es in der Mitteilung. Schiffe wurden zur Vorsicht aufgerufen. Ob der Vorfall mit dem jüngsten Aufflammen der Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran zu tun hat, war zunächst unklar. Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen äußerte sich vorerst nicht zu dem mutmaßlichen Angriff. Einen weiteren Angriff auf ein Handelsschiff meldete die UKMTO im Arabischen Meer, etwa 100 Seemeilen östlich von der Küste des Omans. Der Tanker sei Berichten zufolge von den andauernden militärischen Aktivitäten betroffen, so die Mitteilung. (dpa)

Iran meldet Angriffe auf US-Verbündete – Damaskus dementiert

Infolge neuer Angriffswellen der USA haben die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben eine ganze Reihe von Vergeltungsschlägen auf dem Gebiet von US-Verbündeten in der Region durchgeführt. So soll bei einem „Überraschungsangriff“ das Kommandozentrum von US-Spezialkräften in Al-Tanf im Südosten Syriens attackiert worden sein, meldete das iranische Staatsfernsehen am Freitag im Onlinedienst Telegram. Es handele sich um einen Vergeltungsangriff nach der Tötung von iranischen Soldaten in Iranschahr im Südosten der Islamischen Republik. Die iranische Eliteeinheit teilte zudem mit, dass in Jordanien stationierte US-Flugzeuge angegriffen wurden. Aus syrischen Militärkreisen hieß es jedoch, es habe keine Angriffe auf eine frühere von den USA genutzte Militärbasis gegeben. US-Soldaten seien zudem nicht mehr dort, sondern auf der anderen Seite der nahegelegenen Grenze zu Jordanien stationiert. Die USA hatten im Februar bekannt gegeben, sich von dem Stützpunkt Al-Tanf zurückgezogen zu haben. Demnach übergaben sie die Kontrolle an die syrische Armee. Jordanischen Militärkreisen zufolge wurden drei iranische Raketen in jordanischem Luftraum abgeschossen. (dpa/AFP)

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Wadephul spricht sich für EU-Mandat zur Stabilisierung des Libanon aus

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat sich dafür ausgesprochen, dass sich die Europäische Union an der Stabilisierung des Libanon beteiligt. „Wir sollten in der EU prüfen, ob wir im Anschluss an die Unifil-Mission mit einem europäischen Mandat dafür sorgen können, dass kein Sicherheitsvakuum entsteht“, sagte Wadephul dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) laut einem Vorabbericht vom Freitag. Eine Sprecherin des Auswärtigen Amts betonte, es gehe dabei nicht um ein Ersetzen der Unifil-Mission. Es gehe vielmehr darum, inwieweit die Europäische Union „im Rahmen einer zivilmilitärischen Mission möglicherweise einen Beitrag leisten kann“. Sie sagte zugleich, dass sowohl Deutschland wie auch die EU ein Interesse an der Stabilisierung des Libanon habe. Wadephul sagte in dem Interview, im Libanon gebe es mit der sich stabilisierenden Regierung derzeit eine der hoffnungsvollsten Entwicklungen in der Region. „Wir Europäer müssen alles dafür tun, dass dieser Prozess positiv weitergeht.“ Die Friedensmission der Vereinten Nationen im Libanon (Unifil) läuft am 31. Dezember 2026 aus. Der Bundestag hatte das deutsche Mandat für eine Beteiligung an dem Einsatz vor wenigen Wochen letztmalig verlängert. Ziel ist es, die libanesische Armee soweit zu stärken, dass sie die Kontrolle über den Süden des Landes übernehmen kann. Teile des Gebiets sind derzeit von israelischen Truppen besetzt, um gegen die radikal-islamische und mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz vorzugehen. (Reuters)

Neun Tote bei iranischem Angriff auf irakische Kurdenregion

Bei einem mutmaßlich iranischen Raketenangriff im Irak sind nach kurdischen Angaben neun Menschen getötet worden. Wie ein Mitglied der iranisch-kurdischen Oppositionsgruppe Komala der dpa mitteilte, wurde deren Hauptquartier nahe der Stadt Sulaimanija in der autonomen irakischen Provinz Kurdistan von sechs ballistischen Raketen getroffen. Dabei seien neun Mitglieder der Gruppe getötet worden. Zudem seien mehrere Feuer ausgebrochen. Es werde befürchtet, dass die Zahl der Toten noch steige. Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung für den Vorfall. Nach Angaben der Anti-Terror-Behörde in der autonomen irakischen Kurdenregion wurden zudem acht Drohnen über der Provinzhauptstadt Erbil abgefangen. Verletzte oder Tote soll es dabei aber nicht gegeben haben. (dpa)

Irans Regierung ruft Bevölkerung zum Stromsparen auf

Nach US-Angriffen auf die iranische Energie-Infrastruktur hat die Regierung in Teheran die Bevölkerung zum Stromsparen aufgerufen. Während der Stunden des Tages mit dem höchsten Energiebedarf sollten die Menschen ihre Klimaanlagen ausschalten, erklärte das iranische Energieministerium am Freitag. Damit sollten sie dazu beitragen, „eine stabile Stromversorgung in den Provinzen des Südens sicherzustellen, die derzeit mit extremer Hitze sowie Angriffen gegen Anlagen für die Stromversorgung konfrontiert“ seien. Die US-Armee hatte in der Nacht zu Freitag erneut Angriffe auf den Iran geflogen – es war die sechste Nacht in Folge mit Bombardements in der Islamischen Republik. US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen mit einer Ausweitung der Angriffe gedroht, falls die Verhandlungen mit Teheran über ein endgültiges Ende des Krieges scheitern sollten. In diesem Fall werde es auch Angriffe auf Kraftwerke und Brücken geben, sagte er. Die Führung in Teheran warnte daraufhin, ihre Streitkräfte würden Infrastruktur in der gesamten Region ins Visier nehmen, sollte Trump seine Drohung in die Tat umsetzen. (Reuters)

Iranisches Medium veröffentlicht Video: Wo kann Trump getötet werden?

Die iranische Nachrichtenagentur Fars verbreitet in sozialen Medien ein Video mit dem englischen Titel „Wo kann Trump getötet werden?“. Es wurde unter anderem auf dem Telegram-Kanal der Agentur, die den mächtigen Revolutionsgarden nahesteht, veröffentlicht. Eine Version des Videos auf der Plattform X, die dem US-Milliardär Elon Musk gehört, wurde mittlerweile gelöscht. Das Video soll etwa die Route der Autokolonne von US-Präsident Donald Trump zu seinem Wohnsitz in Mar-a-Lago in Florida zeigen. Eine Brücke stelle einen sicherheitskritischen Punkt dar. Hintergrund sind Vergeltungsrufe der iranischen Staatsführung für den im Februar getöteten obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei. Chamenei kam am 28. Februar bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz ums Leben. Ein Großteil der Iranerinnen und Iraner steht nicht hinter den Racheforderungen der erzkonservativen Staatsspitze. Viele Menschen im Land sind müde vom Krieg und den wirtschaftlichen Folgen, die Irans Gesellschaft massiv unter Druck gesetzt haben. (dpa)

Pakistan hadert mit Vermittlerrolle – Katar meldet Verletzte

Nach neuerlichen Eskalationen im Iran-Krieg hadert der Vermittlerstaat Pakistan mit seiner Rolle. Aktive Vermittlungsbemühungen vonseiten Pakistans in dem Konflikt ruhten derzeit, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen im Land. In einer Pressekonferenz am Donnerstag hatte ein Sprecher des pakistanischen Außenministeriums alle Konfliktbeteiligten zur Zurückhaltung aufgerufen. Insbesondere der möglicherweise neu aufflammende Konflikt zwischen dem Königreich Saudi-Arabien und der Huthi-Miliz im Jemen bringt Pakistan nach Angaben der Diplomatenkreise in Bedrängnis. Die Atommacht Pakistan unterhält mit Saudi-Arabien seit dem vergangenen Jahr ein Militärbündnis. Bei der Abwehr eines iranischen Raketenangriffs auf Katar wurde nach Angaben des Innenministeriums ein Kind durch Trümmerteile verletzt. Es werde medizinisch versorgt, teilt die Behörde auf der Plattform X mit. Die Raketenabwehr sei erfolgreich gewesen, teilt das Verteidigungsministerium mit. In der Hauptstadt Doha waren einem Augenzeugen zufolge mehrere Detonationen zu hören. (Reuters/dpa)

US-Angriffe treffen Flughafen und Brücken – Iran spricht von Kriegsverbrechen

Bei neuen US-Luftangriffen sind laut Berichten iranischer Staatsmedien ein Flughafen und zwei Brücken im Süden des Iran getroffen worden. Der Flughafen Iranschahr im Südosten des Landes sei von mindestens einem US-Geschoss getroffen worden, berichtete der Staatssender Irib in der Nacht zum Freitag (Ortszeit). Bei US-Angriffen auf Brücken in der südiranischen Hafenstadt Bandar Chamir wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sieben Menschen getötet. Die Agentur beruft sich dabei auf Informationen der Universität für medizinische Wissenschaften in Hormozgan. Irans UN-Botschafter erklärte, die US-Angriffe auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Das US-Militär erklärte dagegen, man habe Dutzende „militärische Ziele“ mit Präzisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung. Das US-Militär schließt nach eigenen Angaben seine jüngste Angriffswelle auf den Iran ab. „US-Streitkräfte, darunter Kampfjets, Drohnen und Kriegsschiffe, haben mit Präzisionsmunition Dutzende iranische Militärziele wie Küstenüberwachungs- und Luftverteidigungsanlagen, militärische Logistikinfrastruktur und maritime Einrichtungen getroffen“, teilt das US-Zentralkommando mit. (Reuters/dpa/AFP)

Iran dementiert Freilassung von US-Gefangenem

Die iranische Justiz dementiert die Freilassung eines US-Gefangenen sowie einen Gefangenenaustausch, wie staatliche Medien melden. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, eine 2024 während der Amtszeit von Präsident Joe Biden festgenommene US-Bürgerin sei freigekommen. Eine Überprüfung habe ergeben, dass weder ein verurteilter US-Gefangener noch eine der Spionage für die USA beschuldigte Person, noch ein anderer amerikanischer Häftling, auf die Trumps Beschreibung zutreffe, freigelassen oder im Rahmen eines Austauschs überstellt worden sei, teilt die Behörde mit. (Reuters)

Sechste Nacht in Folge: Neue US-Angriffe gegen den Iran

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die sechste Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe seien um 14 Uhr US-Ostküstenzeit (21.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Ziel sei es, „die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen“. US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran diese Woche einmal mehr mit Angriffen auf zivile Infrastruktur gedroht. Auf die Frage einer Journalistin, ob er dem Iran ein Ultimatum gebe, bevor das US-Militär mit Bombenangriffen auf Brücken beginnen würde, sagte Trump am Mittwoch: „Ich mag es nicht, Fristen zu setzen.“ Am Dienstag hatte Trump noch gesagt, nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie (die Iraner) kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er in einem Interview des US-Senders Fox News. (dpa)

Leavitt: Iran will weiter Abkommen mit den USA

Der Iran soll nach Darstellung von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt weiter an einem Abkommen mit Washington interessiert sein. „Der Iran steht nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte Leavitt vor der Hauptstadtpresse in Washington. Es war ihr erster öffentlicher Auftritt im Weißen Haus seit der Geburt ihres zweiten Kindes im Mai. Dass das US-Militär ungeachtet dessen seit Tagen Ziele im Iran angreift, begründete Leavitt mit dem Verhalten der iranischen Führung. Präsident Donald Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie der Iran Schiffe in der Straße von Hormus angreife. Zuvor waren Schiffe bei der Durchfahrt beschossen worden, die Angriffe werden dem Iran zugeschrieben. Dies sei ein Verstoß gegen das von beiden Seiten unterzeichnete Rahmenabkommen, in dem Teheran sich verpflichtet habe, derartige Angriffe zu unterlassen. (dpa)

Iranische Medien: US-Angriffe um iranische Insel Keschm

Die USA haben iranischen Medienberichten zufolge erneut Angriffe rund um die iranische Golfinsel Keschm nahe der Straße von Hormus ausgeführt. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete am Donnerstag unter Berufung auf örtliche Behörden von einem US-Raketenangriff in der Nähe von Keschm. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete, ein Korrespondent habe berichtet, dass Orte rund um die Insel von US-Geschossen getroffen worden seien. Das iranische Staatsfernsehen berichtete zudem, dass die Hafenstadt Bandar Abbas am Donnerstagabend Ziel der „Aggression des amerikanischen Feindes“ geworden sei. (AFP)