Iran: Rahmenabkommen mit USA ausgesetzt – 50 Tote bei US-Angriffen
Iran setzt Rahmenabkommen mit USA aus – 50 Tote

Der Iran hat das Rahmenabkommen mit den USA nach eigenen Angaben ausgesetzt. Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi erklärte laut der Nachrichtenagentur Fars: „Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt.“ Die USA hätten mit ihren aggressiven Maßnahmen gegen die Absichtserklärung von Islamabad verstoßen, weshalb sich der Iran nicht mehr an die Vereinbarung gebunden fühle. Das Mitte Juni geschlossene Abkommen sollte den Weg für ein dauerhaftes Kriegsende ebnen, inklusive einer Öffnung der Straße von Hormus. Eine Waffenruhe war seit April in Kraft, bevor der Konflikt Anfang Juli erneut eskalierte.

50 Tote und hunderte Verletzte bei US-Angriffen

Seit der neuen Eskalation am Persischen Golf sind im Iran mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen, wie der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, auf X mitteilte. Über 500 Personen wurden verletzt, 460 bereits aus dem Krankenhaus entlassen, 37 befinden sich in stationärer Behandlung. Das US-Militär hat vor allem die südlichen Küstenprovinzen angegriffen. In der ölreichen Provinz Chusestan wurden laut der Nachrichtenagentur Tasnim in den vergangenen zehn Tagen 95 Orte attackiert.

Kuwait verurteilt iranische Angriffe auf Ölanlage

Kuwait hat den iranischen Beschuss auf einen „bedeutenden“ Standort des Ölsektors verurteilt. Die staatliche Agentur Kuna berichtete von erheblichem Sachschaden und mehreren Verletzten. Ein Sprecher des kuwaitischen Verteidigungsministeriums erklärte auf X, der Iran habe nicht nur Militär-, sondern auch zivile Ziele wie Anlagen zur Öl-, Strom- und Wasserversorgung ins Visier genommen. Das Militär habe am Samstag feindliche ballistische Raketen und Drohnen abgefangen. Die USA hatten die siebte Nacht in Folge Ziele im Iran angegriffen, die iranischen Revolutionsgarden reklamierten Vergeltungsangriffe auf US-Einrichtungen in Kuwait, Bahrain und Jordanien.

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Weitere Entwicklungen: Libanon, Huthis und Schiffsverkehr

Der libanesische Präsident Joseph Aoun reiste nach Washington, um US-Präsident Trump zu treffen und über die Waffenruhe im Süden des Libanon zu sprechen. Die Huthi-Miliz warnte Saudi-Arabien vor einer „Belagerung“ und drohte mit Vergeltung. Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus fiel auf ein Dreiwochentief: Am Donnerstag passierten nur acht Schiffe die Meerenge, verglichen mit über 100 vor Kriegsbeginn. Ein hochrangiger Berater des obersten iranischen Führers drohte mit einer großangelegten Offensive, sollten die US-Angriffe länger als zwei oder drei Tage andauern.

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