Bei einer islamistischen Demonstration in Berlin am Samstagabend wurden Kinder gefesselt und bei fast 40 Grad Celsius durch die Stadt geführt. Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) veröffentlichte Aufnahmen der Demo und kritisierte die Instrumentalisierung von Minderjährigen.
Kinder als Propagandawerkzeug
Laut JFDA wurden die Kinder „gefesselt und verkleidet für ein islamistisches Schauspiel genutzt“. Die Organisation spricht von einer Inszenierung, die politische Botschaft, religiöse Symbolik und Einschüchterungsästhetik verbinde. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie den Kindern bei sengender Hitze der Schweiß vom Kopf läuft.
Hintergrund des Aschura-Gedenktags
Die Demonstration fand anlässlich des Aschura-Gedenktags statt, der höchsten Feier des schiitischen Islam. Dabei wird des Märtyrertodes von Imam Husain ibn ‘Ali in der Schlacht von Kerbela im Jahr 680 gedacht. Die Rituale reichen von Gesängen bis zu blutiger Selbstgeißelung. Zunehmend wird das Fest von Islamisten für Propaganda genutzt.
IS-Fahnen und Terror-Verherrlichung
Mehrere hundert Menschen zogen durch die Straßen und trugen Fahnen der Türkei, des Iran, des Libanon und des IS. Laut JFDA wurden Namen von Ikonen des islamistischen Terrors gerufen, darunter Ali Khamenei, der Ende Februar bei Angriffen der USA und Israels getötet wurde, sowie Hassan Nasrallah, der 2024 bei einem Angriff auf das Hisbollah-Hauptquartier in Beirut starb.
Polizei und Ankündigung
Die Berliner Polizei gab an, der Marsch sei als Solidaritätsbekundung für alle unterdrückten Menschen weltweit angekündigt worden. Die Demo startete am Berliner Dom und endete am Gendarmenmarkt. Ob die Polizei einschritt, ist unklar.



