US-Vizepräsident JD Vance will Donald Trump als Präsident nachfolgen und setzt dabei auf eine Strategie des christlichen Nationalismus. In seinem neuen Buch „Communion. Finding My Way Back to Faith“ vertritt er die These, dass Religion nie privat, sondern immer politisch sei. Sie umfasse alle Lebensbereiche und verändere den Menschen sowie die Gesellschaft. Ohne Religion verkümmere die Seele, und Gottesferne führe zu sinkenden Geburtenraten.
Vances religiöser Werdegang
Vance konvertierte erst mit 35 Jahren zum Katholizismus. Heute nutzt er den Glauben gezielt für seinen politischen Aufstieg. Der 41-Jährige absolviert derzeit eine Medientour und sprach mit „New York Times“, „USA Today“, „CBS News“ und „Fox News“. Der Medienrummel ist nach Einschätzung von Beobachtern perfekt orchestriert.
Inhalt des Buches
In „Communion“ beschreibt Vance seine Rückkehr zum Glauben und fordert eine Rückbesinnung auf christliche Werte in der Politik. Er argumentiert, dass der Säkularismus die Gesellschaft schwäche und moralische Orientierungslosigkeit verursache. Seine Aussagen stoßen auf großes Interesse, aber auch auf Kritik. Gegner werfen ihm vor, Religion für Machtinteressen zu instrumentalisieren.
Politische Ambitionen
Vance gilt als aussichtsreicher Kandidat für die republikanische Präsidentschaftskandidatur 2028. Mit seinem Buch will er sich als konservativer Vordenker positionieren. Der christliche Nationalismus, so seine Botschaft, solle den USA wieder eine starke moralische Führung geben. Die Debatte um die Rolle der Religion in der Politik wird durch Vances Vorstoß neu entfacht.



