Lawrow warnt Rubio vor Waffenlieferungen an die Ukraine
Lawrow warnt Rubio vor Waffenlieferungen an Kyjiw

Die Außenminister Russlands und der USA, Sergej Lawrow und Marco Rubio, haben am Rande des ASEAN-Außenministertreffens in Manila ein Gespräch geführt. Im Mittelpunkt standen der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die Lage im Nahen Osten und die Zusammenarbeit in der Raumfahrt. Das Treffen dauerte russischen Medien zufolge lediglich 35 Minuten und wurde auf US-Initiative organisiert.

Lawrow: Waffenlieferungen an Kyjiw „inakzeptabel“

Lawrow habe Rubio über die Lage an der Front aus russischer Sicht informiert und deutlich gemacht, dass anhaltende Waffenlieferungen an die Ukraine „inakzeptabel“ seien, erklärte das russische Außenministerium. Lawrow prangerte demnach außerdem „eine destabilisierende Politik der europäischen Länder“ an. Diese versuchten, Russland eine „strategische Niederlage“ zuzufügen. Die russische Seite sei zu einer „politisch-diplomatischen Lösung des Konflikts bereit“, fügte Lawrow hinzu.

Moskau bekräftigt Verhandlungsbereitschaft

Wie das russische Außenministerium weiter mitteilte, betonte Lawrow erneut die Bereitschaft Russlands zu Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges. Grundlage dafür müssten jene Vereinbarungen sein, denen Kremlchef Wladimir Putin bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump im August 2025 in Anchorage zugestimmt habe. Der konkrete Inhalt dieser Gespräche ist bis heute unklar. Russland hatte danach immer wieder erklärt, dass es zu einem Waffenstillstand bereit sei, wenn sich die Ukraine aus ihrem eigenen und bisher nicht von Moskau kontrolliertem Gebiet im Donbass zurückziehe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnte wiederholt solche Gebietsgeschenke an Russland kategorisch ab.

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US-Außenministerium: Gespräch über Beendigung des Ukraine-Krieges

Das US-Außenministerium teilte in einer kurzen Erklärung mit, dass Rubio und Lawrow in Manila über die „US-russischen Beziehungen und die Notwendigkeit, den Russland-Ukraine-Krieg zu beenden“ gesprochen hätten. Die beiden Minister selbst äußerten sich vor ihrem Treffen nicht. Selenskyj hatte im Vorfeld der Gespräche erklärt, er habe mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Wege beraten, „wie man der Diplomatie neuen Schwung verleihen und den Frieden voranbringen kann“.

Kontakte sollen fortgesetzt werden

Rubio und Lawrow sprachen nach Angaben des russischen Außenministeriums auch über die Lage im Nahen Osten. Details gab es nicht. Russland kritisiert als Verbündeter des Iran immer wieder die US-Angriffe auf die islamische Republik am Persischen Golf. Lawrow habe zudem die Wiederaufnahme vollwertiger Kontakte zwischen den Raumfahrtbehörden beider Länder begrüßt. Russland und die USA betreiben gemeinsam die Internationale Raumstation ISS. Es sei vereinbart worden, die Kontakte zwischen Moskau und Washington fortzusetzen, hieß es. Lawrow und Rubio hatten bereits am Dienstag kurz miteinander gesprochen. Die Außenminister hatten sich zuletzt im Juli 2025 in Malaysia gesehen – ebenfalls im Rahmen der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN.

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