Libanon: Tote bei Angriffen – Hisbollah stellt Bedingungen für Atomabkommen
Libanon: Tote bei Angriffen – Hisbollah stellt Bedingungen

Libanon: Mindestens vier Tote bei israelischen Drohnenangriffen

Bei israelischen Drohnenangriffen im Süden des Libanon sind nach örtlichen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Drei Fahrzeuge seien ins Visier genommen worden, meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA. In dem Dorf Majfadun kamen zwei Menschen bei einem Doppelangriff ums Leben: Zunächst traf eine Drohne ein Auto, woraufhin sich Menschen am Ort des Geschehens versammelten. Danach erfolgte ein zweiter Angriff. Zwei weitere Menschen starben bei einem Drohnenangriff auf die Ortschaft Schukin. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor.

In der Nacht zum Montag hatten die USA und der Iran die Einigung auf ein Rahmenabkommen für eine Beendigung des Iran-Krieges bekannt gegeben. Das Abkommen sieht eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region vor – auch im Libanon. Offiziell unterzeichnet werden soll es am Freitag in der Schweiz. Die vom Iran unterstützte Hisbollah hatte den Libanon mit Angriffen auf Israel in den Iran-Krieg hineingezogen. Israel reagierte mit Luftangriffen auf zahlreiche Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.

Trump kündigt offene und mautfreie Straße von Hormus an

Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen für ein Kriegsende hat US-Präsident Donald Trump eine offene und mautfreie Straße von Hormus in Aussicht gestellt. „Sie wird offen sein und gebührenfrei“, sagte Trump am Montag kurz vor Beginn des G7-Gipfels im französischen Evian. Das iranische Außenministerium erklärte dagegen, es sollten Gebühren für maritime Dienstleistungen erhoben werden. US-Vizepräsident JD Vance kündigte die Entsendung internationaler Atom-Inspekteure in den Iran an. Trump zufolge begannen am Montag Schiffe, „viele voll beladen mit Öl, aus der Straße von Hormus zu fahren“. Vance sagte im Interview mit dem US-Sender CNBC, die Straße von Hormus werde „langfristig gebührenfrei“ wieder geöffnet werden. Iranische Medien berichteten derweil, drei Öltanker und zwei beladene Frachtschiffe hätten das Gebiet passiert, in dem die USA zuvor eine Seeblockade aufrechterhalten hatten.

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Iran fordert Israels Abzug aus „besetzten Gebieten“ im Libanon

Der Iran fordert Israels Abzug aus den „besetzten Gebieten“ im Libanon. „Die Menschen im Südlibanon müssen in ihre Häuser zurückkehren“, erklärte der iranische Chefunterhändler Mohammed Bagher Ghalibaf, der mit dem libanesischen Parlamentspräsidenten Nabih Berri am Telefon beraten hatte, auf Telegram. Am Freitag wollen der Iran und die USA ein Abkommen unterzeichnen, um den Krieg zu beenden.

China: Nächste Phase der US-Iran-Verhandlungen wird „schwieriger“

Chinas Außenminister Wang Yi rechnet mit schwierigen Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein abschließendes Friedensabkommen. Es sei „absehbar, dass die zweite Verhandlungsphase im Vergleich zur ersten Phase schwieriger sein wird“, sagte Wang am Dienstag nach Angaben seines Ministeriums in einem Telefonat mit seinem pakistanischen Kollegen Ishaq Dar. Die USA und der Iran hatten am Sonntag die Einigung auf ein Rahmenabkommen bekannt gegeben, das unter anderem eine sofortige Waffenruhe in der gesamten Region vorsieht. Die Vereinbarung, die bereits digital signiert wurde, soll am Freitag in einem Luxushotel in den Schweizer Alpen von den Konfliktparteien unterzeichnet werden. Anschließend ist eine Phase von 60 Tagen vorgesehen, in der beide Länder ein abschließendes Friedensabkommen ausarbeiten wollen. Dabei soll es auch um die heikle Frage des iranischen Atomprogramms gehen. Um einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten und in der Golfregion zu erreichen, seien „weiterhin unermüdliche Anstrengungen aller Parteien“ nötig, fügte Wang hinzu. Der UN-Sicherheitsrat müsse dabei „eine größere Rolle spielen“.

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Teheran: US-Seeblockade iranischer Häfen „aufgehoben“

Die USA haben ihre seit zwei Monaten andauernde Blockade iranischer Häfen nach Angaben aus Teheran beendet. Die Blockade sei noch vor der geplanten offiziellen Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zur Beendigung des Krieges aufgehoben worden, erklärte der iranische Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawantschi am Dienstag laut der Webseite der iranischen Regierung. Auf diesen Schritt habe Teheran „von Anfang an Wert gelegt“. US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntagabend erklärt, sich auf ein Rahmenabkommen mit dem Iran zur Beilegung der Kämpfe geeinigt zu haben. Die Sperrung der Straße von Hormus für die Schifffahrt werde aufgehoben, ebenso die Blockade iranischer Häfen durch die US-Marine. Auch auf iranischer Seite war von einem „sofortigen Ende“ der Kampfhandlungen die Rede.

Wadephul rechnet mit langwierigen Gesprächen über Irans Atomprogramm

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rechnet trotz der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen für ein Kriegsende mit langwierigen Gesprächen über Teherans Atomprogramm. Zwar sei das Abkommen ein „Schritt in die richtige Richtung“, sagte Wadephul laut Vorabmeldung vom Dienstag in der RTL-Sendung „Nachtjournal Spezial“. Über das „Hauptthema, nämlich den Ausschluss einer nuklearen Bewaffnung des Iran“, werde jedoch „schon noch etwas länger gesprochen werden müssen“. Wadephul wertete es als Fortschritt, dass Washington und Teheran künftig direkt miteinander verhandeln sollen. Klar sei nun, dass die „USA und Iran direkt und nicht wie bisher durch Vermittler“ wie Pakistan und Katar miteinander sprechen. Das sei „erst mal gut, um jetzt endlich diesen Konflikt aufzulösen“. Trotz bestehender Unklarheit über den Inhalt des Rahmenabkommens zeigte sich Wadephul vorsichtig optimistisch hinsichtlich einer politischen Lösung. „Ich habe die Hoffnung, dass das gelingen kann“, sagte er. Die USA und der Iran wären „diesen ersten Schritt nicht gegangen, wenn man nicht auf beiden Seiten gesagt hätte: Wir können es miteinander schaffen“.

Hisbollah: Kein Atomabkommen ohne Israels Abzug aus Libanon

Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz knüpft ein künftiges Atomabkommen zwischen der Islamischen Republik und den USA an einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Libanon. Es werde kein Atomabkommen geben, wenn sich die israelischen Soldaten nicht aus dem Libanon zurückzögen, teilte das Medienbüro der Hisbollah der Nachrichtenagentur Reuters mit. Die Miliz habe von ihrem Verbündeten Iran die Zusage erhalten, dass Teheran in der nächsten Phase der Verhandlungen mit den USA einen Abzug Israels fordern werde. Dieser solle das Ergebnis und keine Vorbedingung für die Fortsetzung der Gespräche nach der für Freitag geplanten Unterzeichnung einer Absichtserklärung sein.

Trump zu Iran: Hatte Machtwechsel nicht im Fokus

US-Präsident Donald Trump hatte nach eigenen Worten beim Iran seinen Fokus nicht auf einen Machtwechsel gelegt. Das sei ihm nicht wichtig gewesen, sagte Trump am Rande des G7-Gipfels am Genfersee nach einem Gespräch mit Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani zu Journalisten. Dennoch habe sich dieser aus seiner Sicht vollzogen. Zu Beginn des Krieges am 28. Februar hatte Trump die Iraner aufgerufen, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen. „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung“, hatte er auf Truth Social geschrieben. Die US-Regierung sprach später dann immer wieder davon, dass mit der Tötung von zahlreichen hochrangigen Mitgliedern der Führungsebene sich quasi personell ein Wechsel der Führung des Landes vollzogen habe. Trump äußerte sich auf dem Gipfel ähnlich: Die „erste“ und „zweite Gruppe“ seien tot und auch ein Teil der „dritten Gruppe“. Die Leute, mit denen man verhandle, seien rationale Leute. Sie seien nicht radikalisiert und seien bestrebt, ihrem Land zu helfen. Trump sagte aber auch: „Ich habe Regimewechsel über Jahre beobachtet. Es hat nicht funktioniert.“

Trump: Iran-Abkommen schließt Atomwaffen aus

In der Absichtserklärung mit dem Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump klar festgelegt, dass die Islamische Republik keine Atomwaffe erhalten wird. Dies stehe eindeutig in dem Dokument, sagte Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich vor Journalisten.

Trump verortet Katar geografisch erneut falsch

US-Präsident Donald Trump hat den Staat Katar am Persischen Golf erneut fälschlicherweise als ein Nachbarland des Irans mit gemeinsamer Grenze bezeichnet. „Sie können direkt über die Grenze gehen, also sind Sie in einer viel gefährlicheren Position“, sagte Trump zu Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani am Rande des G7-Gipfels im französischen Évian. Von Katar aus könnte er in den Iran „buchstäblich laufen“, sagte Trump. Von „jedem anderen Ort“ müsse man in den Iran fliegen, nur von Katar aus sei der Fußweg möglich. Katar ist eine Halbinsel am Persischen Golf, die nur an Saudi-Arabien grenzt. Der Rest des kleinen Landes ist von Wasser umgeben. Die Luftlinie zum Iran beträgt an der schmalsten Stelle, getrennt vom Persischen Golf, etwa 200 Kilometer. Der Iran grenzt unter anderem an den Irak, die Türkei, Afghanistan und Pakistan. Trump hatte sich ähnlich schon im vergangenen Oktober geäußert. Man könnte vom Iran „in einer Sekunde“ nach Katar laufen, sagte er seinerzeit.

Israels Finanzminister Smotrich kippt Hebron-Abkommen

Der rechtsextreme israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hat eine drei Jahrzehnte alte Vereinbarung mit der Palästinensischen Autonomiebehörde aufgekündigt. „Ich habe das Hebron-Abkommen aufgehoben“, schrieb Smotrich in einem Post auf der Plattform X. Dies bedeute, dass zahlreiche Befugnisse, die in der geteilten Stadt Hebron im Westjordanland und an den dortigen heiligen Stätten – darunter auch die Patriarchengräber – nicht länger bei der palästinensischen Stadtverwaltung von Hebron lägen, „sondern wieder vollständig in die Verantwortung des Staates Israel zurückkehren“, schrieb Smotrich. Dies sei eine „historische Korrektur“. Man setze die „Revolution“ zur Legalisierung der israelischen Siedlungen und der „Vertiefung der israelischen Souveränität“ im Westjordanland fort. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas warnte nach Angaben der palästinensischen Nachrichtenagentur Wafa vor „schwerwiegenden Folgen“ der Entscheidung. Er rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, unverzüglich einzugreifen.

IEA-Chef: „Bedingungslos“ offene Straße von Hormus wesentlich für Ende der Energiekrise

Der Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) hat die „bedingungslose“ Öffnung der Straße von Hormus als wesentlich für ein Ende des Energiepreisschocks weltweit bezeichnet. „Die wichtigste Lösung für dieses Problem ist die vollständige und bedingungslose Öffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt“, sagte IEA-Chef Fatih Birol am Dienstag. Er begrüßte die Einigung auf ein Rahmenabkommen, das die USA und der Iran am Sonntag verkündet hatten. Birol sprach von der Einigung als „großartiger Nachricht“, die die Märkte etwas besänftigen werde. Der IEA-Chef hatte die Auswirkungen des Iran-Kriegs mit den großen Ölpreiskrisen der 1970er Jahre verglichen. Die Agentur mit Sitz in Paris hat die Freigabe von hunderten Millionen Barrel Öl aus den Reserven ihrer 32 Mitgliedsländer koordiniert. Nach Angaben der IEA aus Mai wurden davon bereits 164 Millionen Barrel entnommen.

Bericht: Iranische Schiffe nehmen Kurs auf heimische Häfen

Ungeachtet der Seeblockade durch die USA nehmen einem Medienbericht zufolge drei iranische Tanker und zwei Frachtschiffe Kurs auf den Iran. Die Schiffe mit lebenswichtigen Gütern an Bord seien vom Indischen Ozean aus auf dem Weg zu Häfen im Süden des Landes, berichtet das iranische Staatsfernsehen. Das US-Militär hatte am Montag in einem Sicherheitshinweis mitgeteilt, dass eine Blockade der iranischen Häfen noch bis Freitag in Kraft bleibe.

Teheran: US-Visum von Nationalspieler nach erstem Spiel abgelaufen

Nach dem ersten Spiel des Iran bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist das US-Visum des iranischen Nationalspielers Mehdi Torabi abgelaufen. Der Flügelspieler habe lediglich ein Visum zur einmaligen Einreise statt wie der Rest der Mannschaft eine längerfristige Einreisegenehmigung erhalten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Dienstag. Nachdem die Nationalmannschaft für ihr erstes Spiel gegen Neuseeland am Montag nach Los Angeles geflogen sei, sei dieses nun abgelaufen. Der iranische Fußballverband bemühe sich derzeit um ein neues Visum für Torabi, damit er mit der Nationalmannschaft auch an den weiteren Spielen teilnehmen könne, berichtete Irna weiter. Vonseiten der WM-Veranstalter oder der US-Regierung gab es zunächst keine Reaktion.

Trump: Iran-Abkommen geht in zweite Phase

Das Abkommen mit dem Iran geht nach den Worten von US-Präsident Donald Trump in eine zweite Phase. Die USA würden jedoch kein Geld im Iran investieren, sagte Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich vor Journalisten. „Wir haben unsere Vereinbarung mit dem Iran getroffen, und sie sollte erfolgreich sein“, erklärte er. Die zweite Phase werde seiner Ansicht nach einfacher werden. Zugleich betonte der US-Präsident, der Iran werde niemals über eine Atombombe verfügen.

Ölpreise nach Iran-Abkommen auf Drei-Monats-Tief

Nach dem USA-Iran-Abkommen zur Beendigung des Krieges fallen die Ölpreise auf ein frisches Drei-Monats-Tief. Einige Analysten erwarten, dass die Öllieferungen durch die Straße von Hormus nach dem vorläufigen Abkommen in den nächsten Wochen wieder aufgenommen werden. Die Nordseesorte Brent verbilligte sich am Dienstag um 2,6 Prozent auf bis zu 81,00 Dollar je Barrel. Der Preis für US-Leichtöl WTI rutschte in der Spitze knapp drei Prozent auf 78,41 Dollar ab. Schon am Montag waren die Ölpreise nach der Grundsatzeinigung zwischen den USA und dem Iran auf ein vorläufiges Abkommen zur Beendigung ihres Krieges um rund fünf Prozent gefallen. Die Analysten von Goldman Sachs senkten ihre Prognose für den Brent-Preis im vierten Quartal auf 80 von 90 Dollar. Im Durchschnitt erwarten sie für 2027 einen Preis von 75 Dollar, statt wie bisher von 80 Dollar. Die Experten der Investmentbank gingen nun davon aus, dass sich die Exporte aus der Golfregion bis Ende Juli auf das Vorkriegsniveau normalisieren würden, statt wie zuvor erwartet erst bis Ende August.

Trump kritisiert israelische Angriffe auf Beirut und mahnt Netanjahu

US-Präsident Donald Trump kritisiert die israelischen Angriffe auf die libanesische Hauptstadt Beirut. Er habe Israel deutlich gemacht, dass ihm das nicht gefallen habe, sagte Trump am Rande des G7-Gipfels in Frankreich. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu müsse im Hinblick auf den Libanon verantwortungsvoller agieren. Wenn Israel seine Aufgaben nicht erledigen könne, ohne alle anderen zu töten, solle Syrien sich um die Hisbollah-Miliz kümmern, erklärte Trump weiter. Dies habe er Israel vorgeschlagen. Auf die Frage, ob er von Netanjahu frustriert sei, entgegnete Trump: „Nein, wir haben eine großartige Beziehung.“ Dem Iran bescheinigt der US-Präsident inzwischen eine „rationale Führung“.

Hoffen auf Kriegsende lässt Konjunkturerwartungen steigen

Angesichts der Friedenssignale aus dem Nahen Osten schauen Finanzexperten im Juni weitaus optimistischer auf die deutsche Wirtschaft als gedacht. Das Barometer der Konjunkturerwartungen für die kommenden sechs Monate stieg kräftig um 20,7 Zähler auf plus 10,5 Punkte, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag zu seiner monatlichen Umfrage unter 190 Investoren und Analysten mitteilte. Die Expertinnen und Experten setzen darauf, dass sich der Iran-Konflikt dem Ende nähert. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Anstieg auf minus 6,0 gerechnet. „Der ZEW-Index kehrt in den positiven Bereich zurück. Die Expertinnen und Experten setzen darauf, dass sich der Iran-Konflikt dem Ende nähert“, kommentierte ZEW-Präsident Achim Wambach die Umfrageergebnisse. Der massive Druck auf die Energiepreise und Inflation dürfte sich abschwächen, fügte er hinzu.

Iran: Sprechen ab Freitag mit USA über endgültige Vereinbarung

Der Iran und die USA nehmen nach Angaben des iranischen Außenministers Abbas Aragtschi am Freitag in der Schweiz eine neue Verhandlungsrunde auf. Ziel sei es, nach dem offiziellen Inkrafttreten eines Interimsabkommens eine endgültige Einigung zu erzielen, sagte Aragtschi. Der Minister warnte zudem, dass jeder israelische Angriff auf den Libanon oder eine anhaltende militärische Präsenz auf libanesischem Gebiet von nun an einen Verstoß gegen die Rahmenvereinbarung mit den USA darstelle. „Aus unserer Sicht sind die beiden Parteien dieses Memorandums die USA und Israel auf der einen Seite sowie der Iran und die Hisbollah auf der anderen Seite.“

Weltgrößte Tanker-Reederei: Kein schneller Normalbetrieb in Straße von Hormus

Entgegen der Ankündigungen aus Washington und Teheran erwartet der Chef der weltgrößten Tanker-Reederei, dass es noch Wochen dauern wird, bis der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus wieder normal fließt. Zuerst müssten die Unternehmen davon überzeugt sein, dass das Abkommen zwischen den USA und dem Iran „substanziell“ sei, sagte Jotaro Tamura, Vorstandsvorsitzender der japanischen Mitsui OSK Lines, der Zeitung „Financial Times“. „Was es nun braucht, ist nicht nur eine einfache Vereinbarung zwischen den betroffenen Ländern“, so Tamura: „Sondern sie muss konkrete Auswirkungen haben und sich in der tatsächlichen Lage in der Straße von Hormus niederschlagen, damit die Reedereien sich sicher fühlen, diese zu durchfahren.“ Er verwies auf die jüngsten Fehlversuche, die Straße von Hormus zu öffnen: „Angesichts der Erfahrungen der letzten Monate halte ich es für realistisch, dass es mindestens ein paar Wochen, wenn nicht sogar einen Monat dauern könnte.“