Libanon: Tote bei israelischen Angriffen trotz Waffenruhe
Libanon: Tote bei israelischen Angriffen trotz Waffenruhe

Israelische Angriffe trotz Waffenruhe: Fünf Tote im Libanon

Nur wenige Stunden nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah hat es im Libanon erneut israelische Angriffe gegeben. Dabei kamen nach offiziellen Angaben mindestens fünf Menschen ums Leben. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete am Samstag, israelische Kampfflugzeuge und Drohnen hätten in der Nacht und am Morgen das Gebiet um die Stadt Nabatija angegriffen.

Nabatija als Brennpunkt

Die Stadt Nabatija gilt als Hochburg der Hisbollah und spielt eine zentrale Rolle im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Die NNA meldete, dass die Stadt und ihre Außenbezirke auch von israelischer Artillerie beschossen wurden. Dabei seien Wohngebäude zerstört worden. Die Todesopfer gab es bei einem Luftangriff auf die nahegelegene Ortschaft Arabsalim.

Aus Israel gab es zunächst keine offizielle Stellungnahme zu den Berichten. Die Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah war am Freitag um 16.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MESZ) in Kraft getreten. Dies hatten hochrangige Vertreter der USA, Israels und der Hisbollah bestätigt.

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Geplantes Gipfeltreffen in der Schweiz abgesagt

Das für Freitag geplante Gipfeltreffen zum Iran-Atomstreit auf dem Bürgenstock in der Schweiz ist ausgefallen. Ursprünglich sollten dort Verhandlungen über ein finales Friedensabkommen beginnen, das unter anderem das iranische Atomprogramm regeln soll. US-Vizepräsident JD Vance sagte seine Teilnahme überraschend ab. Auch das Schweizer Außenministerium bestätigte das Aus des Treffens.

Das Nachrichtenportal Axios berichtete unter Berufung auf einen US-Regierungsvertreter, dass der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, Witkoff, zu Gesprächen mit dem Iran in die Schweiz reise. Trumps Schwiegersohn Jared Kushner sei bereits vor Ort. Der iranische Außenminister Araghtschi sollte sich laut dem Bericht am Samstag auf den Weg machen. Von den USA, dem Iran oder der Schweiz gab es zunächst keine Bestätigungen.

Hintergrund der Waffenruhe

Am Mittwoch hatten die Präsidenten der USA und des Irans ein 14-Punkte-Abkommen unterzeichnet. Dieses verlängert die Waffenruhe im Iran-Krieg um mindestens 60 Tage und sieht eine Öffnung der vom Iran blockierten Straße von Hormus vor. Nun soll ein endgültiges Friedensabkommen ausgehandelt werden.

Pakistan vermittelt weiter

Pakistan setzte am Samstag seine Vermittlungsbemühungen fort. Innenminister Mohsin Naqvi reiste nach Teheran, um mit hochrangigen iranischen Regierungsvertretern zu sprechen. Dabei soll es um den Fortgang der Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA gehen. Weitere Details wurden zunächst nicht bekannt.

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