Nato-Chef Rutte fordert Revolution in der Verteidigungsindustrie
Nato-Chef Rutte: Revolution in der Rüstungsindustrie nötig

Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat auf dem Bündnisgipfel in Ankara eine „Revolution“ in der transatlantischen Verteidigungsindustrie gefordert. Angesichts der wachsenden Bedrohungen durch Russland, China und Nordkorea müsse die Produktion massiv gesteigert werden. „Das Summen der Maschinen muss zu einem Dröhnen werden“, sagte der Niederländer am Rande des Treffens. Das klinge dramatisch, sei aber machbar.

Konkrete Schritte für die Wende

Als Maßnahmen für die Revolution nannte Rutte langfristige Bestellungen, höhere Investitionen und Bürokratieabbau. Gleichzeitig müsse die Industrie bereit sein, mehr Risiken einzugehen. „Die Nachfrage ist da, und das wissen Sie“, richtete er sich an Vertreter der Rüstungsbranche. Allein im vergangenen Jahr seien 37 Milliarden Dollar in die Stärkung der verteidigungsindustriellen Basis geflossen, so Rutte. Zudem sei zusätzliche Produktionsfläche in der Größe von mehr als 2.000 Fußballfeldern geschaffen worden.

Fortschritte bei der Munitionsproduktion

Ein konkretes Positivbeispiel sei die Munitionsproduktion. „Unseren Prognosen zufolge wird das Bündnis bis zum kommenden Jahr in der Lage sein, jährlich rund vier Millionen Artilleriegeschosse zu produzieren“, erklärte Rutte. Dies entspreche fast einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr. Den Wert der am Rande des Gipfels angekündigten Rüstungsprojekte bezifferte er auf mehrere Dutzend Milliarden Dollar.

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Besorgnis über Kooperation von Russland und China

Rutte betonte die Ernsthaftigkeit der Lage: Russland stecke fast die Hälfte seines Staatshaushalts in seine Kriegsmaschinerie, die Verteidigungsindustrie arbeite rund um die Uhr. Zudem bauten China und Nordkorea ihre nuklearen Fähigkeiten aus. Auch beim Iran müsse man trotz der Angriffe der USA wachsam bleiben. „Diese Länder arbeiten zunehmend zusammen“, sagte Rutte. „Das sollte uns alle beunruhigen.“

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