Der US-Präsident hat den NATO-Gipfel nach Belieben dominiert. Doch Schaden angerichtet hat er kaum. Vielleicht sollte man ihn nicht mehr so Ernst nehmen, analysiert das Handelsblatt Morning Briefing vom 9. Juli 2026.
Trump dominiert, aber ohne Schaden
Donald Trump bestimmte die Agenda des Gipfels, doch die befürchteten Konflikte blieben aus. Stattdessen einigten sich die Verbündeten auf gemeinsame Erklärungen. „Es war ein chaotischer Auftritt, aber das Ergebnis ist überraschend positiv“, so ein Diplomat.
Die Diskussionen drehten sich vor allem um die Verteidigungsausgaben. Trump forderte erneut, dass alle NATO-Staaten zwei Prozent ihres BIP für Verteidigung ausgeben. Deutschland sagte zu, die Ausgaben bis 2030 zu erhöhen.
Iran-Krise treibt Ölpreis
Parallel sorgt die Unsicherheit im Nahen Osten für steigende Ölpreise. Der Preis für ein Barrel Rohöl stieg auf über 85 US-Dollar. Grund sind die Spannungen zwischen dem Iran und den USA.
„Die Märkte reagieren nervös auf jede Eskalation“, kommentiert ein Analyst. „Solange keine diplomatische Lösung in Sicht ist, bleibt der Preis hoch.“
Experten: Trump nicht mehr ernst nehmen
Viele Beobachter raten, die Äußerungen des US-Präsidenten nicht überzubewerten. „Seine Tweets und Drohungen sind oft Taktik, nicht Strategie“, sagt ein Politikwissenschaftler. „Das eigentliche Geschäft läuft hinter den Kulissen.“
Der Gipfel endete mit einem gemeinsamen Kommuniqué, das die Einheit der Allianz betont. Auch wenn Trump zwischenzeitlich für Aufregung sorgte, bleibt die NATO handlungsfähig.
Auswirkungen auf die Wirtschaft
Die Unsicherheit um den Iran und die NATO-Debatte belasten die globalen Märkte. Der DAX verlor zeitweise 0,5 Prozent, erholte sich aber wieder. Analysten erwarten kurzfristig volatile Kurse.
„Die Investoren warten auf klare Signale aus Washington und Teheran“, so ein Börsenexperte. „Solange die Lage unklar ist, bleiben die Märkte angespannt.“



