Iran-Krieg: Netanjahu fordert Härte gegen Hisbollah – neue Waffenruhe vereinbart
Netanjahu fordert Härte gegen Hisbollah – neue Waffenruhe

Netanjahu wirft Hisbollah Bruch der Waffenruhe vor

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat der Hisbollah vorgeworfen, die vereinbarte Waffenruhe zu brechen. Er forderte ein hartes Vorgehen gegen die Miliz. Nach einem „abscheulichen Angriff der Hisbollah“ wies Netanjahu die Armee an, entschlossen zu handeln. Israel werde keine Angriffe auf seine Soldaten oder sein Territorium dulden, erklärte er auf X. Die Hisbollah werde einen hohen Preis zahlen. Bei Angriffen der Hisbollah im Südlibanon wurden vier israelische Soldaten getötet und vier verletzt. Israel reagierte mit massiven Gegenangriffen, bei denen zahlreiche Menschen starben. Netanjahu schloss einen Truppenabzug aus dem Südlibanon aus und betonte, Israel werde so lange wie nötig in der Sicherheitszone bleiben.

Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah vereinbart

Israel und die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz haben sich nach US-Angaben auf eine Waffenruhe geeinigt. Die Feuerpause soll am Freitag um 16:00 Uhr Ortszeit in Kraft treten, wie US-Regierungsvertreter mitteilten. Vermittler aus den USA und Katar hatten die Vereinbarung mit Unterstützung des Iran ausgearbeitet. Die Waffenruhe sieht ein sofortiges Ende der Kämpfe vor, auch im Libanon.

Iran knüpft USA-Gespräche an Waffenruhe

Der Iran hat der Hisbollah zufolge die Fortsetzung von Gesprächen mit den USA an die Umsetzung einer umfassenden Waffenruhe geknüpft. Dies teilte der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah mit. Er forderte die libanesische Regierung auf, direkte Verhandlungen mit Israel abzulehnen, solange die israelischen Angriffe andauern. Washington trage die Verantwortung, dass Israel die Bedingungen des Rahmenabkommens umsetze.

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Berichte über erneute Hormus-Sperrung

Online kursieren Berichte, dass der Iran Schiffen erneut die Durchfahrt durch die Straße von Hormus untersagt. Angeblich seien Funksprüche der Revolutionsgarden zu empfangen. Grund seien die israelischen Angriffe im Libanon, die der Iran als Verstoß gegen die Vereinbarung mit den USA wertet. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Die Financial Times berichtet, dass Verhandlungen in der Schweiz vorerst abgesagt sind.

Neue Tote bei israelischen Angriffen im Libanon

Bei erneuten israelischen Angriffen im Libanon wurden mindestens drei Menschen getötet. In einem Ort südöstlich von Nabatija starben zwei Menschen bei einem Drohnenangriff, ein weiterer bei einem anderen Angriff. Die israelische Armee teilte mit, sie habe Raketen abgefangen und die Abschussrampe zerstört. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete insgesamt 18 Tote und 33 Verletzte auf libanesischer Seite.

USA verhängen Sanktionen gegen Hisbollah-Unterstützer

Die US-Regierung hat Sanktionen gegen Unterstützer der Hisbollah verhängt. Betroffen sind mehrere libanesische Amtsträger und Mitglieder eines Geschäftsnetzwerks. Ihnen wird vorgeworfen, den Friedensprozess zu behindern und die Entwaffnung der Hisbollah zu verzögern. Ziel seien Personen im Libanon, Syrien, Irak und Oman, die für die Miliz Gelder gesammelt und Scheinfirmen betrieben haben.

Iran lädt IAEA-Inspektoren in Atomanlagen ein

Der Iran wird die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zur Inspektion von Nuklearanlagen einladen. Das kündigte US-Unterhändler Steve Witkoff an. Zudem werde der Iran Lagerorte seines angereicherten Kernbrennstoffs offenlegen. Das Rahmenabkommen enthalte keine Nebenabsprachen, aber ein Begleitschreiben des Iran an die IAEA. IAEA-Chef Rafael Grossi zeigte sich zuversichtlich, dass die Inspektionen beginnen können.

US-Botschafter zeigt Verständnis für israelische Angriffe

Der US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, verteidigte die israelischen Angriffe im Libanon. Israel schlage zurück, wenn es angegriffen werde, erklärte er. Eine Waffenruhe komme zustande, wenn die Hisbollah aufhöre zu schießen. Weder Israel noch die Hisbollah sind Vertragsparteien des Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran, das ein sofortiges Ende des Krieges an allen Fronten vorsieht.

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Frankreich: Irans Bevölkerung ist größtes Opfer

Frankreichs Außenminister Jean-Noel Barrot appellierte an die Weltgemeinschaft, die „Massaker“ an iranischen Demonstranten nicht zu vergessen. Die iranische Bevölkerung sei das größte Opfer dieses Krieges, gefangen zwischen Repression und Bombenangriffen. Bei den Protesten im Januar wurden laut Nichtregierungsorganisationen Tausende Menschen von Sicherheitskräften getötet.

Gespräche zwischen USA und Iran abgesagt

Die für Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran wurden abgesagt, wie das Schweizer Außenministerium mitteilte. Dort sollten Unterhändler über einen dauerhaften Waffenstillstand verhandeln. US-Vizepräsident JD Vance hatte seine Teilnahme bereits abgesagt. Die Verhandlungen auf technischer Ebene sollen voraussichtlich am Wochenende beginnen.

Steinmeier bedauert Kündigung des Atomabkommens

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich überzeugt, dass die angestrebte Vereinbarung mit dem Iran bestenfalls dem 2015 vereinbarten Abkommen entsprechen werde. Es sei bedauerlich, dass dieses von Donald Trump in seiner ersten Amtsperiode gekündigt worden sei. Steinmeier war damals als Außenminister an den Verhandlungen beteiligt.

USA heben Blockade des Iran auf

Nach Inkrafttreten des vorläufigen Rahmenabkommens passieren wieder Öltanker die Straße von Hormus. Die US-Regierung hob die Blockade des Iran auf. Der Ölpreis fiel daraufhin auf den niedrigsten Stand seit dem 2. März. Der Iran verzichtet vorübergehend auf Gebühren für die Durchfahrt, verlangt aber eine Antragspflicht und die Einhaltung zugewiesener Routen.

Chamenei billigt Absichtserklärung mit den USA

Irans geistliches Oberhaupt Modschtaba Chamenei billigte die Absichtserklärung mit den USA trotz eigener Vorbehalte. Er habe Zusicherungen erhalten, dass die Rechte des Iran und die Interessen der „Widerstandsfront“ gewahrt blieben. Direkte Verhandlungen mit den USA bedeuteten nicht, die Position des Feindes zu akzeptieren, erklärte Chamenei.

China begrüßt Friedensabkommen

China hat das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran begrüßt. Die Unterzeichnung sei von positiver Bedeutung für die Entspannung der Lage und die Festigung der Waffenruhe. China hoffe, dass alle Parteien den Geist der Vereinbarung wahrten und ihre Zusagen einhielten. Probleme ließen sich nicht mit Waffengewalt lösen.