Razzia wegen EM-Tickets: Korruptionsverdacht gegen Stadtverwaltungen
Razzia wegen EM-Tickets: Korruptionsverdacht

Wegen Korruptionsverdachts im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft 2024 haben Ermittler bundesweit zahlreiche Stadtverwaltungen durchsucht. Das bestätigte eine Sprecherin des Landeskriminalamts (LKA) Nordrhein-Westfalen. Die Staatsanwaltschaft Bochum und das LKA NRW ermitteln wegen des Verdachts der Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung.

Tausende vergünstigte Tickets im Fokus

Mitarbeiter von Stadtverwaltungen sollen tausende EM-Tickets zu Vorzugspreisen erhalten haben. Diese seien von einigen Städten genutzt und unterschiedlich verwendet worden, teilten Staatsanwaltschaft und LKA mit. Die genauen Hintergründe der Verwendung sind noch unklar.

Informationen der „Bild“-Zeitung, wonach auch die Zentrale des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) in Frankfurt durchsucht worden sei, bestätigten die Ermittler zunächst nicht. Die Maßnahmen dauerten noch an. Die Beschuldigten hätten bislang keine Gelegenheit gehabt, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Es gelte die Unschuldsvermutung.

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Ermittlungen laufen noch

Die Durchsuchungen fanden am 1. Juli 2026 statt. Wie viele Städte genau betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Die Staatsanwaltschaft Bochum und das LKA NRW führen die Ermittlungen. Weitere Details sollen in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

Die Fußball-EM 2024 in Deutschland steht bereits seit Monaten im Fokus der Öffentlichkeit. Nun belasten Korruptionsvorwürfe das Turnier zusätzlich. Die Behörden betonen, dass die Unschuldsvermutung für alle Beschuldigten gelte.

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